Man sagt, dass jedes negatives Ereignis auch etwas Gutes hat. So auch Corona. Gezwungenermassen verbrachten wir unserer Sommerferien in der Schweiz. Genau genommen reisten wir durch Montreux, Neuchâtel, den Creux du Van und dem «urich-lüpfigen» Appenzell, unternahmen eine Flussfahrt auf dem Rhein in Schaffhauen, genossen bestes Wetterin Davos und wohlfühlende Wellness-Tage in Scuol (GR).







Mord in Montreux
Montreux ist die Riviera der Romandie. Zwischen den Rebbergen und dem Genfersee gelegen, fühlt man sich als wäre man in Südfrankreich am Meer. Am Ort, wo sonst das weltbekannte Montreux Jazz Festival stattfindet, kann man stundenlang direkt am See entlang flanieren. Auch gibt es direkt an der Seepromenade diverse Möglichkeiten, bei Sonnenuntergang ein gutes Glas Wein oder kühles Bier zu geniessen. Echt empfehlenswert!

Doch eines Abends geschah es. Ein lautes «düda» hallte durch die Strassen. Etwa ein duzend Polizei- und Ambulanzfahrzeuge rasten durch Montreux. Der schöne Park, welcher sich direkt am See befindet, wurde weiträumig abgesperrt. Hektik. Polizisten mit Sturmgewehren. Ermittler in weissen Vollschutzanzug erinnerten uns an den Tatort, welcher jeweils sonntags im TV läuft. Schaulustige drängten sich auf dem engen Trottoir auf der anderen Strassenseite. Nachdem wir ebenfalls für zwei bis drei Minuten schaulustig waren, entschlossen wir uns, in einer Pizzeria den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Am Tag darauf lasen wir in der Zeitung, dass ein Amerikaner im Park eine Frau niedergestochen hatte.
Der Grand Canyon der Schweiz
Am Tag darauf fuhren wir in das kleine Neuenburger Örtchen Noiraigue, von wo wir die Wanderung zum Creux du Van starteten. Auch wenn das Wetter irgendetwas zwischen «wechselhaft» und «miserabel» war, genossen wir die sensationelle Aussicht auf das markante Steinmassiv. Die schöne Wanderung führte vorbei an Alpwirtschaften, Kuhweiden und Wälder. Das Steinmassiv ist echt beeindruckend. Wobei die Wanderung von und zum Creux du Van gleich viel Scharm hat, wie die Aussicht selbst.


Von Westen nach Osten
Nach einigen Tagen zuhause in der Zentralschweiz reisten wir weiter Richtung Appenzell, wo wir Nina und Roger trafen. Ein befreundetes Paar, welches ebenfalls Appenzell (kulinarisch) erkunden wollten. Roger, ein ausgezeichneter Berufsfotograf, verdanken wir die nachfolgenden Fotos.
Wir hatten unser Aufenthalt in Appenzell detailliert geplant. Nein – natürlich nicht. Also erkundeten wir das Dorf Appenzell (AI). Ja genau: «Dorf». Die Appenzeller sind stolz darauf, dass der kantonale Hauptort keine Stadt sondern ein Dorf ist. Und so ein Dorf ist bis zum Mittagessen erkundet. Also überlegten wir….. «Was verbinden wir mit dem Appenzell?» Ursprünglichkeit, Tradition, Käse, Bier, Appenzeller (Schnaps). Zack – und wir hatten unser Nachmittagsprogramm zusammen. Wir tranken in der Brauerei Locher ein Appenzeller Bier, besichtigten die Appenzeller Käserei und kauften unser Schnaps direkt in der Produktionsstätte der Appenzeller Alpenbitter AG. Als wäre dies nicht schon genug Postkarten-Idylle, fand an diesen Tagen der Alpabzug statt. Älpler in der Appenzeller Tracht, Geissen und Kühe zogen durch das Dorf.

Am Tag darauf machten wir uns auf in Richtung Aescher. Ein Haus, welches direkt in den Fels gebaut ist. Dank InfluencerInnen wurde dieses Gasthaus zur Weltbekanntheit und wird von vielen mehr oder weniger «Wanderlustigen» aus dem In- und Ausland besucht. Eine schöne Wanderung führte uns zum Seealpsee wo wir das Mittagessen einnahmen. die zweite Etappe führte uns bis zum Aescher. Der gesamte Aufstieg dauert ca. 3.5-4 Stunden und ist auch für mittelmässig fitte Wanderer geeignet. Dank den wenigen Touristen und dem durchzogenen Wetter hatten wir den Aescher fast für uns alleine – nur ein paar Hühner mussten ihr Revier «markieren».



Mit dem Holz-Boot entlang der Grenze
Im Norden der Schweiz trennt der Rhein Deutschland und die Schweiz. Genau da unternahmen wir auf einem Holz-Boot eine Flussfahrt. Dies ermöglichte uns Nina, respektive ihre Tante, welche uns netterweise mit auf das Boot nahm. Ein tolles Erlebnis, welches uns noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Beeindruckend anders: Grischun
Wir verabschiedeten uns von Nina und Roger und fuhren nach Davos. Davos kannten wir nur im Winter und vom Skifahren. Auch im Sommer bietet der schöne Bündner Ort viele Möglichkeiten. Wandern, Biken, Segeln, Klettern und vieles mehr. Wir unternahmen einen Spaziergang um den tiefblauen Davosersee – auf welchem man auch hervorragend segeln kann.

Dank eines Geschenkes von Ela’s Eltern (DANKE!), hatten wir noch ein finales Highlight – welches wir ansteuerten: Wellness in Scuol. Hammer. Uns beherbergte das wunderschöne «Boutique Hotel Guarda Val». Wir genossen ein fantastisches Nachtessen im mit 15 Gault Millau Punkten versehenen Restaurant unter dem Küchenchef René Stoye und genossen vom Sprudel-Pool aus das Alpen-Panorama. Nochmals: «Hammer!».


Was uns und euch bleibt
Und schon waren sie vorbei – die zwei Wochen Ferien in der Schweiz. Und auch wenn das Land sehr klein ist, haben wir nur einen Bruchteil gesehen. Wir empfehlen allen einmal Ferien in der Schweizer machen. Es gibt viele unterschiedliche Orte mit verschiedenen Traditionen, Landschaftsbildern, Sprachen und Kulinarik. Was euch bleibt ist ein Vorgeschmack darauf, wie die Blogs auf unserer Weltreise aussehen werden. Wir freuen uns darauf, euch noch von vielen Erlebnissen schreiben zu können.
Super Blog. Wir freuen uns auf viele weitere Geschichten. Gute Reise.
Nina & Roger
LikeLike