Namibia – der absolute «Knaller»

Zufrieden und sehr glücklich, endlich am Ziel zu sein, kamen wir am 1. Mai 2021 in unserem «Chameleon Backpackers» in der Hauptstadt «Windhoek» frühmorgens an. Nach drei Flügen und 28 Stunden unterwegs waren wir wie zwei halblebendige Fliegen unterwegs. Nüchtern fühlten wir uns leicht «angesüssel». Nur nicht hinlegen. Somit machten wir uns gleich auf in ein Shopping-Center, ein paar Gehminuten von uns entfernt. Boah – nicht schlecht. Voll chic und modern, sauber und an Angeboten fehlte es dann überhaupt nicht. Nach den ersten alkoholfreien Besorgungen und gestärkt machten wir uns dann wieder auf, zurück nach Hause. In Namibia kann man am Samstag lediglich bis 13:00 Uhr Alkohol einkaufen und am Sonntag ist nicht einmal etwas mit einem Gläschen Wein im Restaurant. Nix da. Und weil ja der 1. Mai 2021 hier in Namibia ein Feiertag ist, galt der Samstag als Sonntag und wir konnten uns nicht eindecken. Plan B musste her. An der Hausbar vom Backpacker fanden wir dann eine Lösung, denn schliesslich hatten wir noch ein Video-Call-Apéro mit ein paar Lieben zu Hause auf dem Programm. Das tat gut. Kaum aufgelegt, legten wir uns ohne «Znacht» ins Bett – und bereits um 21:00 Uhr «pfussten» beide. Und das Frühstück am Tag darauf «verpennten» wir auch gleich noch. Jäno – gab es halt einen «Strich in den Speck» – oder so ähnlich.


Windhoek · die Hauptstadt | 2. Mai 2021

Da unser Backpacker sehr zentral gelegen war, konnten wir sämtliche Sehenswürdigkeiten zu Fuss abklappern. Die «Christuskirche» steht inmitten von einem Kreisel, direkt daneben befindet sich das «Nationalmuseum» – vor welchem sich die Statue von «Dr. Sam Nujoma» thront. Um die Ecke die «Alte Feste», einen Steinwurf entfernt mitten in der «Post Street Mall» die «Gibeon Meteoriten», im «Zoo Park» das Krieger-Denkmal vom «Reichsadler» und so weiter…


Joe’s Beerhouse | 3. Mai 2021

Mehrmals gehört und «zichfach» empfohlen, wurde uns das ominöse «Joe’s Beerhouse» in Windhoek. Und so etwas lassen wir zwei Schlemmtüten ja nicht entgehen. Bei einem Schwatz im Backpacker schlossen sich noch drei weitere hungrige Mäuler an. Ein Deutscher und zwei Schweizerinnen. Fatima ist vom Kanton Tessin und Aja kommt ursprünglich vom Kanton Bern. Wenn man reserviert, kann man gleich den Abholservice ordern. Nicht schlecht – und die bringen einem dann auch wieder nach Hause. Von Zebra über Kudu, Springbock, Krokodil, Strauss und vieles mehr, kriegst du dort wirklich alles, was so in der freien Natur herumläuft. Und auch an Jägermeister fehlt es nicht. Das ist die Jägermeister-Hochburg von Namibia. Ja der Joe der hat alles richtig gemacht. Dieses Restaurant fasst zirka 500 Plätze – man muss echt schauen, wenn man auf die Toilette geht, dass man sich nicht verläuft!


1. Tag auf den Strassen Namibias | 4. Mai 2021

Beim Frühstück trafen wir erneut auf Aja und schon am Vorabend zeichnete sich ab, dass sie unser Duett zum Trio ummünzt. Aja kommt zwar ursprünglich aus Burgdorf, lebt aber schon mehrere Jahre in «Burkina Faso» in der Hauptstadt «Ouagadougou». Da arbeitet sie für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Also an Spontanität fehlte es nicht und wir freuten uns sehr über die unkomplizierte, herzliche Begleitung. Und auf ging es. Mit unserem neuen Zuhause für die kommenden 27 Tage, einem «Toyota Land Cruiser» mit Dachzelt, nahmen wir die ersten paar hundert Kilometer unter die Räder. Als erstes steuerten wir die Ausläufer der Kalahari-Wüste an. Kaum aus der Stadt – mussten wir die erste Zwangspause einlegen. Ja pardon, aber ein paar süsse Äffchen überquerten die Strasse. Wie sich die Landschaft von der Hauptstadt nach schon nur ein paar Kilometern veränderte, diese Weiten faszinieren uns – noch immer. Wir konnten uns fast gar nicht satt sehen. Schon beim Eingangstor zur «Kalahari Anib Campsite» begrüssten uns die ersten Erdmännchen ganz vorwitzig. Schmetterlinge flogen wild umher und die Strausse stolzierten vorbei. Zu Fuss machten wir uns auf die Lauer, wir wollten noch ein paar Zebras in den roten Dünen der Kalahari sehen – aber diese hatten «Ruhetag». Nichts desto trotz erhaschten wir die ersten Blicke auf Oryxe oder ähnliches. So von weit her ohne Feldstecher im Gepäck – Anfängerfehler – ist das noch schwierig zu deklarieren.


Köcherbäume und Spielplatz der Riesen | 5. Mai 2021

Die erste Nacht im Dachzelt ist etwas spezielles. Aber wir hatten uns gut «gemeister» und der Auf- und Abbau erfolgte relativ zügig. An die Temperaturen in der Nacht gewöhnt man sich auch schnell. Der Morgen ist so medium-prickelnd. Vor allem dann, wenn man sich selbst in die Kategorie «Warmduscher» einstuft. Nach dem Frühstück ging es auf Richtung «Quivertrees Forest Rest Camp». Wir wurden herzlich begrüsst und waren neben zwei Australiern auch die einzigen Gäste. Das Camp hat einen eigenen Wald mit Köcherbäumen. Also für uns Schweizer ist jetzt Wald etwas übertrieben. Sagen wir mal, ein paar Bäume mit für diese Region sehr dichtem Abstand. Um 17:00 Uhr konnten wir bei der Gepard-Fütterung teilnehmen, im Gehege drin. Diese «Schnurrlis» sind zahm und wenn sie ein Stück Springbock zwischen den Zähnen haben, knurren sie friedlich vor sich hin. Sagte uns zumindest der Besitzer. Habt ihr gewusst, dass Geparden nur frische Ware fressen? Also nichts mit Reste-Verwertung, nene, das sind richtige Gourmet-Tempels. Also so, wie wir zwei – das macht sie ja schon wieder sehr sympathisch. Die Köcherbäume (Quivertrees) sind eine Augenweide und bei Sonnenuntergang ist der Anblick regelrecht kitschig. Wir waren alleine auf der Campsite und um uns herum blitzte es – zum Glück zog jedoch das Unwetter an uns vorbei. Am darauffolgenden Morgen machten wir einen kurzen Halt beim «Spielplatz der Riesen». Diese Steine sehen so aus, als wären sie wirklich von Riesen so drapiert worden – und wir drei Zwerge mittendrin. Faszinierend.


Fish Canyon River | 6. Mai 2021

Neuer Tag – neues Programm. Der Farmer vom Vortag gab uns den Insider-Tipp, den Weg zum Fish Canyon River über die Holperstrasse zu fahren. Und da die Einheimischen ihr Land ja kennen wie ihre Hosentasche – befolgten wir den Ratschlag. Dieser kleine Umweg ist zwar etwas umständlicher, aber lohnenswert. Farben, Berge, Tiere, Landschaften – wir können es gar nicht in Worte fassen. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp beim «Canyon Roadhouse Campsite» ein um einzuchecken, welches mit seinen alten, rostigen Oldtimern schon eine Augenweide ist, und steuerten anschliessend direkt den Aussichtspunkt «Hobas» an. Wir kamen Aufgrund vom «Umweg» ja etwas später an, als geplant – deshalb galt es, keine Zeit verlieren. Vom Hobas aus erhascht man den reizenden Ausblick auf den Fish Canyon River. Er hatte noch ein ganz wenig Wasser – aber wir konnten uns die Dimensionen, wenn Regenzeit ist, in etwa vorstellen. Es «glustete» uns zwar «rüüdig» unter den Fingernägeln, abzusteigen – aber das ist strikte untersagt. Und als Büenzli-Schweizer wollten wir ja schliesslich auch nicht einen «Alarm» auslösen.


Schlagermetropole Lüderitz | 6. + 7. Mai 2021

Lüderitz ist ein kleines Dorf mit vielen farbenfrohen Häusern, der bekannten «Felsenkirche» – direkt am Atlantischen Ozean. Es wurde 1884 vom gleichnamigen Adolf Lüderitz gegründet und gehörte bis zum 1. Weltkrieg zum Deutschen Reich. Wir gönnten uns zwei Nächte in einem normalen Bett. Das hat eigentlich den Grund, weil man in Lüderitz kaum Campings findet und die Übernachtungen im «OceanLife» als auch im «Kairos Cottage B & B» günstiger waren als das Campen. Während dem herumflanieren hielten wir noch einen Schwatz mit einem älteren Herrn. Dieser erzählte uns viel spannendes von sich – unter anderem, dass er mal in «Kolmannskuppe» gelebt hat und seine Eltern vor dem 1. Weltkrieg von Deutschland nach Namibia auswanderten. Sein Vater diente hier während dem 1. und 2. Weltkrieg gegen die Südafrikaner und Engländer, wobei er nach beiden Kriegen inhaftiert wurde. Für uns war es eine spezielle Erfahrung mit einem Einwohner in einem Deutsch zu sprechen, als wären wir an der Deutschen Ostsee. Nach den Sehenswürdigkeiten war der Plan, dass wir uns in ein Café setzen und ein Stück Kuchen essen, aber das blieb dann auch bei einem Plan. Es war nämlich 17:00 Uhr und das ist definitiv zu spät für Kuchen – 17:00 Uhr ist Zeit für ein Glas Weisswein oder Bier – haben Aja und Ela beschlossen. Und Seebi hatte bei zwei Frauen eh nichts zu melden. Beim Yachthafen gönnten wir uns ein Apéro – und da es dann für das zweite Glas zu kalt wurde, setzten wir uns rein. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass das ein Fehler war! *hicks* An der Bar sassen eine Handvoll Einheimische. Ein paar sprachen englisch, ein paar afrikaans und der Rest deutsch. Atemlos durch die Nacht…, genau, und im Hintergrund lief deutscher Schlager. Halleluja. Keine 10 Minuten später knüpften wir die ersten Kontakte. Unter anderem mit einem Christian. Seine Familie besitzt eine Farm mit rund 100 Hektare Land um Windhoek herum. Ja, uns fiel auch fast die Kinnlade herunter. Es war wirklich ein gelungener Abend und einige Gläser später gingen wir, ohne Nachtessen im Magen, nach Hause. Also eigentlich spendierte Christian noch eine Pizza – aber das hatte mit Pizza ja so was von nichts am Hut. Das war ein Fladen mit irgendwas. Tat zwar gut, aber war kulinarisch ein echter Tiefflieger.

Geisterstadt «Kolmannskuppe» | 7. Mai 2021

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zur Geisterstadt «Kolmannskuppe». Und wir Glückspilze steuerten unser Ziel just auf 10:50 an – damit wir gleich mit der Führung um 11:00 Uhr starten konnten. Wie geplant. Kolmannskuppe ist eine aufgegebene Siedlung – also Geisterstadt. Diese wurde nach Johnny Coleman, der dort 1905 mit seinem Ochsenkarren steckenblieb, benannt. Er wurde zwar gerettet, musste jedoch seinen Ochsenkarren zurücklassen. An dieser Stelle wurde Kolmanskop 1908 gegründet, als am nahegelegenen Bahnhof Grasland Diamanten gefunden wurden. In den ersten Jahren des Diamantenrauschs wurden fünf Millionen Karat Diamanten gefunden. Interessant ist im übrigen auch, dass im Krankenhaus der erste Röntgenapparat im Süden Afrikas installiert wurde. Dieser wurde hauptsächlich dafür genutzt um die Arbeiter zu röntgen und so Diamantendiebstahl aufzudecken. In «Kolmannskuppe» beginnt auch ein riesiges Sperrgebiet, in welchem noch heute Diamanten geschliffen werden. Da alle drei noch den Vorabend im Kopf hatten und wir ja nicht lernresistente sind, starteten wir dann diesen Abend zuerst mit dem Abendessen. Im Restaurant «The Portuguese Fisherman Seafood and Fish» gönnten wir uns einen Fischeintopf mit Hummer. Der «födliblotte Wahnsinn» war das – und den «Schlummi» gab es dann in der Bar «Barrels». Auch da wie geplant. Diese hat jeweils nur am Samstag geöffnet. Dort ist jetzt wirklich «Kleti-und-Pleti» anzutreffen. Die Shots gehen über die Barthecke wie frische Weggli, Live-Band und natürlich ab und an ein Schlager. Es war so ein wenig wie Après-Ski ohne Skischuhe. 


Schlaflos in Namibia | 9. Mai 2021

Wir wollten keine Zeit verlieren und machten uns nach dem Frühstück auf Richtung Wüste. Auf dem Weg legten wir noch einen kleinen Stopp beim verlassenen «Bahnhofsgebäude Garub» ein, bevor es teils über Stock und Stein zur Gästefarm «Nambtib» ging. Die Farm befindet sich am Rande der Namib Wüste in den Tirasbergen. Namtib wird oft als das «Juwel der Tirasberge» bezeichnet – die Weitsicht war grandios, zum «aber» kommen wir gleich. Zu Fuss erkundeten wir die Gegend und beobachteten mal wieder unzählige «Antilopen». Die sind nicht nur schön anzuschauen, die schmecken auch auf dem Teller sehr gut. *pfui-Fingerdätsch*. Abends besuchte uns auf dem Camp eine Eule. Gewaltig diese Tiere. Unsere Anwesenheit störte sie dann überhaupt nicht – und sie lies sich von uns Touristen seelenruhig anleuchten und bestaunen. Der Abend war perfekt – bis 23:00 Uhr. Dann kam ein Windsturm auf uns zu. Wir hatten kaum das Licht aus, wackelte das Dachzelt inklusive Auto unter uns und der Wind machte so einen «Mais» – dass wir kein Auge zukriegten. Und das soll was heissen. Um 01:00 Uhr war dann genug. Wir packten unsere Sachen zusammen, legten die beiden Vordersitze bestmöglich nach unten und ergatterten neben dem Blick auf den gigantischen Sternenhimmel noch ein paar Stunden «Schlaf». Die Sterne am namibischen Himmel kann man im übrigen gar nicht zählen – das sind so unfassbar viele. Man sieht die Milchstrasse und vor lauter Sternschnuppen wussten wir schon fast nicht mehr, was wir uns noch wünschen sollten. Etwas «verchröglet» aber sehr froh, dass endlich morgen war – ging es weiter.


Soooo viel Sand und keine Förmchen!! | 10. + 11. Mai 2021

Auf dem Weg Richtung Sesriem hatten wir so richtig Glück. Wir sahen freilebende Zebras. Im Hintergrund die Sanddünen der Namib Wüste – die älteste Wüste der Welt – und direkt am Strassenrand eine Horde Zebras. Geiler Scheiss, das «flasht» schon ganz schön arg. Den Rest vom Nachmittag vertrieben wir auf dem Camp und legten uns dann auch früh hin. Zum einten fehlte uns ja noch die Nacht zuvor – anderseits klingelte am Dienstag-Morgen der Wecker um 05:15 – denn um 06:15 war Einlass Richtung «Sossusvlei». Nicht wie alle anderen Touristen steuerten wir die «Düne 45» an – wir starteten mit dem «Dead Vlei». Es hiess nämlich, dass dieser gerade so schön sei – was sich absolut bewahrheitete. Also mit unseren von Sand gefüllten Socken bestaunten wir den Fluss «Tsauchab, der im Sandmeer der Namib versickert, ohne heutzutage oberirdisch den Atlantik zu erreichen. Auf dem Rückweg legten wir dann doch noch einen Stopp bei der Düne 45 ein – die wir dann ganz für uns alleine hatten. Weil unser Abendziel auf dem Weg via Solitaire lag, legten wir dort einen «Apple Pie-Stopp» ein. Denn dort geniesst man den leckersten Apfelkuchen in ganz Namibia. Wir glauben, wenn man den nicht probiert hat, darf man das Land mehr verlassen. Er schmeckte wirklich vorzüglich – aber die Apfelkuchen unserer Mamis sind dann nicht «öppe» weniger lecker. Kaum losgefahren, machte ein Reifen hinten rechts schlapp. Das musste ja mal sein – aber gerade an so einer doofen Stelle wäre das ja dann wirklich nicht nötig gewesen. Zum Glück hielt ein einheimischer PW an. Inhalt: 2 Safari-Tour-Guides mit ihren beiden Teenager-Söhnen. Es benötigte neben den 5 Profis (die Jungs halfen mit, das ist für sie ganz normal. Das ist für die so was in der Art wie Töffli frisieren), 2 Wagenheber und ein paar Schweissperlen. X innerlichen Flüche und 1.5 Stunden später, steuerten wir schnurstracks unser Abendziel an. Das Bier hatte sich dann Seebi wirklich verdient. Es gab dann sogar zwei. Abends übernachteten wir beim «Camp Gecko». Ein deutsches Auswanderungspaar, die auch mal auf Weltreise waren, blieben dann in Namibia «hangen». Sie meinten dann, wir sollten uns genau überlegen, welches Ziel unsere letzte Destination sein werde – siehe ihr Beispiel. An dieser Stelle, liebe Eltern – kein Grund zur Panik – ihr wisst doch hoffentlich, wie sehr wir euch lieben und wir euch um uns haben müssen. Das Camp können wir bestens empfehlen – einen solch herzlichen Empfang hatten wir nicht oft.


Passtour | 12. Mai 2021

Weil Seebi in der Schweiz mit seinem Töff gerne über die Pässe heizt, planten wir unsere Tour so, dass ihm auch dies hier in Namibia nicht entbehrt blieb. Der «Spreetshoogte Pass» gilt mit einer maximalen Steigung von 22% als der zweitsteilste und mit einer Höhe von 1’676 M.ü.M als fünfthöchster Pass des Landes. Unser Ziel war die «Hakos Gästefarm». Diese gehört zu den 10 besten Orten auf der Erde für astronomische Beobachtungen. Also buchten wir für nach dem Abendessen eine Tour. Gigantisch diese Fernrohre, die dort oben stehen. Ja aber Petrus, dieser «Luscheib», musste genau an diesem Abend ein paar Wolken vor die Sterne schieben. Somit wurde aus unserer Astro-Kunde nichts und wir sind plus-minus immer noch gleich ahnungslos. Ein ganz wenig konnten wir aber dann den beiden Gästefarm-Besitzern doch noch entlocken. Weil die Milchstrasse so milchig-hell aussieht, nennt man es die Milchstrasse. Die alten Griechen dachten, hier hätten die Götter Milch verschüttet und nannten es «Galaxis» – nach dem griechischen Wort für Milch. Natürlich besteht die Milchstrasse nicht wirklich aus Milch. Wenn man sie mit einem Fernrohr anschaut, erkennt man, dass sie aus ganz vielen Sternen besteht. Mit blossem Auge verschwimmt ihr Licht jedoch zu einem hellen Band. Am darauffolgenden Morgen fuhren wir dann über den «Gaub Pass» nach «Swakopmund». Da verabschiedeten wir uns von der lieben Aja, da sie am nächsten Tag ihre Freundin am Flughafen abholte und sich selber auf Safari-Tour begab.


Swakopmund | 13. – 16. Mai 2021

Da Aja mit dem Bus nach Windhoek zurückreiste – und diese Tour dann doch einige Stunden beanspruchten, gönnten wir uns ein Mittagessen. «Gluscht» hatten wir eigentlich auf etwas gesundes, so wie Fischknusperli mit Salat. Ja so 50% stimmte dann auch. Wir schlenderten am Strand entlang und es roch schon von weit her vorzüglich (ungesund) – und wir liefen sozusagen in die Arme vom «Fork ’n Nice», einen Imbisswagen wo es Fish & Chips gab. Die Portionen waren so mächtig, dass wir abends nur noch ein paar Rüebli und Cherry-Tomätlis «pickten». Nach dem «byebye» winken «näschteten» wir uns im «Sea View Backpacker» ein. Da wir genügend Spielraum für einen Extra-Tag hatten, gönnten wir uns jenen. Dem Toyota wurde ein neues Ersatzrad verpasst, Seebi war beim Barber, Ela beim Coiffeur und die Kleider wurden in einem Waschsalon von Wüstensand befreit. 

Zu den neuen Frisuren. Der Barber von Seebi hat es dann für den Geschmack von Ela doch etwas zu ernst genommen. Ratzfatz – den Barber «reute» es dann «öppe» gar nichts. Zum Glück wächst das nach. Und Elas Coiffeur war ganz gut, aber kein Vergleich zur besten Coiffeuse in der Schweiz. Tanti Irène ist und bleibt Elas Favorit. Wer die Nummer braucht, melden. Der mit dem Tanti ist gern geschehen! *gröll*

Also zu Swakopmund. Unglaublich – dort bestellt man auf deutsch, degustiert Bier und die Strassen haben allesamt deutsche Namen. Irgendwie stellt man sich Namibia anders vor. Beim «Slowtown Coffee» geniesst man nicht nur Kaffees aller Art aus eigener Röstung, die Sandwiches schmeckten vorzüglich. Mal wieder richtig «feines» Brot. Die Häuser sind gepflegt, die Garten rausgeputzt und die Strandpromenade ist sehr schön. Die hitzigen einheimischen gönnten sich ein Bad – für uns war es gerade mal OK – so ohne «Lismer». Nach der Sightseeingtour durch das Städtchen, stärkten wir uns im «Swiss house» bei einer «Schwarzwälderkirschtorte». Ohne Witz, die gibt es nicht nur, die hat auch den deutschen Namen beibehalten. 

Dolphin & Seal Sailing Cruise | 16. Mai 2021

Am Sonntag brachen wir eigentlich unsere Zelte im Backpackers ab und nahmen Fahrt Richtung «Walvis Bay» auf. Dort haben wir eine Katamaran-Tour gebucht. Zwar etwas frisch so auf dem Atlanik, jedoch hielt uns beim Frühstückskaffe eine Robbe auf Trab – das liess uns die Kälte etwas vergessen. Die Robbe schaute einem mit seinen Kulleraugen so süss an – zum verlieben. Kaum auf Fahrt, folgten uns unzählige Delfine. Neben den «normalen» Delfinen, die wir so kennen, leben in Namibia die 2. kleinsten der Welt, die «Heaviside-Delfine». Diese gehören zu der Gattung der Schwarz-Weissen Delfine. Sie folgten uns – und schwammen um unseren Catamaran – als gäbe es kein morgen. Schon von weitem sehen wir eine grosse geschützten Lagunen, auf der sich hunderte Robben räkeln, heulten und – ja, genau: rumrobben. Die Tiere machen einen Lärm – und stinken! Meist klingt es wie ein ordentliches Rülpsen gepaart mit Urschrei. Sie spielten im Wasser und zeigten uns ihre besten Kunsttücke. Fast dachten wir, der Ausflug ist bereits perfekt, da wurden wir zum Picknick gerufen. Champagner und Austern. Und sonstige Schlemmereien. Unser beider erste Austern. Seebi blieb beim «Testerli» –  Ela gönnte sich ein paar dieser «Schnuddernasen» – wie sie der Bäbeler Radi nennen würde. Zum Schluss wurden wir von Pelikanen zurück an Land geholt. Wunderschöne Tiere. Diese Farben und das leicht rosa gefärbte «Kleid» und vor allem der dehnbarer Hautsack am Unterschnabel machen sie unverwechselbar.

Wieder festen Boden unter den Füssen ging es auf Richtung «Blutkuppe». Das Permit haben wir uns natürlich, wie sich das gehört, in Swakopmund organisiert. Die Blutkuppe ist ein Inselberg aus Granit in der Namib Namibias. Wir waren mal wieder die Einzigen. Wir fuhren ein wenig durch das Gebirge – und trafen auf unsere erste Giraffen-Familie. Meeega – die sind auch von weit her riesig. Aber ausser diesem Highlight konnte uns das Campsite nicht überzeugen – so machten wir uns spontan auf Richtung Swakopmund, wo wir dann nochmals eine Nacht im Backpackers gönnten.


Namibias Matterhorn | 17. + 18. Mai 2021

Weiter ging es Richtung Norden zur «Spitzkoppe» mit der Hauptattraktion «Arch». Die Spitzkoppe ist ein Inselberg mit 1’728 m Höhe. Aufgrund seiner markanten Form wird sie auch als das «Matterhorn Namibias» bezeichnet und gehört zu den meist fotografierten Bergen des Landes. Zusammen mit den westlich angrenzenden «Pantok-Bergen» bildet sie ein atemberaubendes Panorama mitten im Nirgendwo. Ganz ohne Guide ist der «Rock Arch», ein natürlicher Steinbogen, zu erklimmen. Dieser ist ja auch nur so ein Steinwurf hoch – aber finden muss man ihn. «Häi» was sind wir dort «rumgetigert». Wir haben ihn dann schlussendlich doch noch gefunden. Da auch dieses Campsite sehr verlassen war, machten wir zwei «Gruppentiere» uns direkt auf Richtung «Cape Cross Campsite». Dort wurde uns dann nahegelegt, wir sollten uns vor den Hyänen in Acht nehmen, diese hätten teils Tollwut. Sehr kuscheliger Gedanke. Also legten wir uns nach dem Abendessen schnurstraks in unser Dachzelt. Früh morgens erkundeten wir die Skeleton Coast – aber ausser einem Wrack und viel Nebel sahen wir nicht viel. So nahmen wir den Abstecher aus dem ersten Gate und fuhren Richtung «Gästefarm Bambatsi». Irgendwo im Nirgendwo kreuzten wir mal wieder Zebras. Lustige Kameraden. Endlich bekamen wir die «Welwitschie», die Wunderpflanze die sich an die widrigen Lebensumstände, wie sie in der Wüste herrschen, angepasst hat und über 1’500 Jahre alt werden kann. Auf dem Weg legten wir einen Halt bei den «Vingerklip» ein. Vingerklip oder auch der «Fingerfelsen» ist auch bekannt als der «Kalk-Kegel» oder «Kalkstein Kegel». Dahinter verbirgt sich ein 35 m hoher Kalksteinfelsen, der auf einem Podest von nur 44 m Umfang thront. Dieses ungewöhnliche Wahrzeichen entstand über einen Zeitraum von ca. 30 Millionen Jahren durch Erosionen der Talaue des Ugab-Flusses. Atemberaubend – diese Aussicht, aber macht euch selbst davon ein Bild. Auf der Gästefarm mit Weitblick angekommen, wurde uns ein Bier angeboten. Ein paar Minuten später kamen Nachbarn auf Besuch. Es wurde uns namibische «Milk-Tarte» aufgetischt, wir unterhielten uns köstlich mit allen, klar gab es noch ein zweites Bier – und dann haben wir herausgefunden, dass der Gastvater Geburtstag hatte. Und wir zwei «Fremden» durften mitfeiern. Der Campsite war der «Oberknaller» schlechthin. Es war eingeheizt für die Dusche, Holz zum Feuer machen war bereitgestellt und die Sanitären Anlagen waren einzigartig. So werden sogar wir noch zu eingefleischten Campern.


Etosha Nationalpark | 19. – 23. Mai 2021

Auf Geheimtipp hin vom Gastvater von der Gästefarm Bambatsi machten wir uns auf und starteten unseren National-Trip im Westen. Erster Boxenstopp war der «Olifantsrus Camp». Ja was sollen wir sagen – halt auch ein staatlich geführter Campsite. Aber – das Wasserloch dort war das Beste. Kaum am Empfang angemeldet, noch nicht mal das Zelt aufgestellt, machten wir uns ans Wasserloch. Hammer. Die Elefanten hatten gerade Durst. Drei Herden kamen auf Besuch. Sei angeblich eine Seltenheit. Abends begaben wir uns nochmals zum Wasserloch und ein Nashorn befand sich ebenfalls dort. Wir zwei und ein Nashorn. Nicht schlecht. Morgens waren dann die Zebras und Gnus an der Reihe. Weiter ging es zum Ressort «Okaukuejo». Auf dem Weg dorthin machten wir diverse Stopps bei Wasserlöchern. *OMG* –  wir fühlten uns ein wenig so, als würden wir vor der Arche Noah stehen. Beim ersten Wasserloch lag ein toter Elefant. Ihr wisst vielleicht, wie so ein toter Hamster riechen kann – aber ein Elefant. «Himmuladli» – das geht ja unter keine Kuhhaut. Die Löwenfamilie störte dieser Geruch dann «öppe» überhaupt nicht. Die haben wohl keine Feinschmeckernase. Das Fressen der Löwen, also Gnus und Antilopen, spürten wohl, dass die Löwenfamilie satt war, diese tranken zwar etwas vorsichtig aus dem Wasserloch – aber sie begaben sich «stinkfrech» in dessen Nähe. Beim nächsten Wasserloch machten sogar wir einen längeren Halt. Es war so eine gemütliche Runde aus Strausse, Zebras, Antilopen, Gnus, etc. aber dann kamen die Chefs «an gestampft». Puh – eine riesen Herde Elefanten. Und «zäck» hüpften alle anderen Tiere aus dem Wasserloch. Spannend mitanzusehen. Ja dann weiss man, wer die Chefs vom Wasserloch sind. Gefolgt wurde die erste Herde von einer zweiten und sogar einer dritten. Beim verlassen vom Wasserloch stand unser 4×4 so ziemlich auf deren Weg. Ja da geht einem schon ein wenig die «Pumpe», wenn da so eine Elefantenherde auf einem zu rennt. Zum Glück haben sie aber die Kurve gekriegt. Abends auf dem Campsite waren wir anfangs ziemlich alleine. Das ist mal wieder so ein Corona-Vorteil. Nach dem Besuch beim Wasserloch – welches weniger spektakulär ausfiel als beim ersten Abend – machte sich exakt vis-à-vis von uns eine einheimische Schulklasse breit. Wir dachten uns anfangs, auch noch «lässig», dass die so einen Ausflug machen. Die machten sich nicht nur in der Küche breit (also nicht breit, sie nahmen die ganze Küche für sich in Beschlag trifft es wohl besser) – neinein, die Betreuer machten bis morgens nach 03:00 Uhr so einen Krach, dass man kaum den Schlaf fand. Ja – sie mussten ja am Morgen nicht in aller Früh aufstehen, so wie die Kinder und die andren Etosha-Besucher.

Weiter fuhren wir in den Osten – wo wir die letzte Nacht auf dem Camp «Namutoni» übernachteten. Der ganze Tag war absolut in Ordnung – wir fuhren an unzähligen Antilopen vorbei und auch Kudus kamen uns vor die Linse. Bei so vielen herumlaufenden «Schnitzelis» wurde uns bewusst, dass wir das Knöpfliseb zu Hause vergessen haben. *pfui* Unser nächstes Campsite haben wir zirka 25 km nach dem Etosha geplant, damit wir möglichst lange in den Genuss vom Nationalpark kommen. Beim Ausgang hatten wir dann fast ein wenig «Beef» mit einer Dame vom Gate. Wir hätten den Nationalpark genau zur selben Zeit verlassen müssen, wie wir zeitlich reinkamen. Dass uns das aber die Dame vom Eingang nicht sagte und das auch nicht auf den Regeln – die wir unterschreiben mussten, stand – konnte sie uns nichts anhaben. Man müsse sich halt informieren. Genau. Zum Glück arbeitete dort noch ein «ankeriger» Herr – der dann auf unserer Seite stand. Wollte die doch noch einen Tag Gebühren kassieren. Fazit: Es ist unglaublich faszinierend, diese Tierwelt so hautnah und auf eigene Faust zu beobachten. So viele verschiedene Tiere auf einem Fleck hätten wir uns nie erträumt. Vier Tage reichten für uns aber aus, um alles zu erkunden. Wenn Seebi so ein Tierbeobachter-Typ wäre, hätte Ela ihm das Fernglas weggenommen. *hihi*


Caprivi Zipfel | 24. – 27. Mai 2021

Auf Richtung «Caprivi Zipfel» fuhren wir über «Rundu». Etwa zehn Kilometer zuvor legten wir einen Boxenstopp ein – um ebenfalls bei einem super tollen Campsite, der «Taranga Safari Lodge» eine Übernachtung, direkt am Fluss «Okavango» zu geniessen. Wir genossen den Abend mit dem Chef am «Lagerfeuer». Anfangs hätten wir nicht gedacht, dass es so schön sein kann. An der Strasse entlang wurde uns mal wieder zu Auge geführt, was Afrika bedeutet. Die Menschen leben in ganz einfachen Strohhütten oder Blech-Containern, die Kuhherde läuft über die Strasse ohne Hirt, das Fleisch hängt an Bäumen, die Kinder spielen mit Abfall und die Wäsche wird noch von Hand gewaschen.

Die Vögel weckten uns mal wieder. Ob Vögel böse Tiere sind? Ja manchmal – vor allem morgens. In der Stadt Rundu machten wir die letzten Besorgungen. Wenn man vom Caprivi Zipfel zurück in den Süden reisst, muss man bei einem Veterinärsposten sämtliche tierische Lebensmittel sowie alles nicht verkochte Gemüse sowie Früchte abgeben. Das setzt eine vorsichtige Menüplanung voraus. Auf den Strassen und im Superspar ging es zu und her – so wie man es aus dem Fernsehen kennt. Spannend, mal mittendrin statt nur dabei zu sein!! 

Der nächste Stopp am Fluss Okavango führte uns ins «Ngepi Campsite» – mit «Freilufthüsli» und -Dusche. Schon es «berebetzali» kalt. Aber besser als stinken. Am Dienstag, war mal wieder ein Feiertag, trotzdem konnten wir früh morgens eine Flusstour unternehmen und Flusspferde beobachten. Oh – diese süssen Tierchen sehen so «knuffig» aus – wir hätten sie am liebsten mit aufs Boot geholt, aber diese sind in Wahrheit ganz böse Genossen. Nilpferde töten in Namibia jährlich mehr Menschen als alle anderen Tiere zusammen. Unser Guide machte also immer einen grossen Bogen um die Nilpferde. Im ganzen Fluss hat es in Hülle und Fülle solche «Grunzer». Was die mit einem Pferd am Hut haben sollen, haben wir noch nicht rausgefunden. Für uns hört sich deren Laut eher an wie ein Grunzen – und auch die Figur ist jetzt nicht soooo filigran wie dessen eines Pferdes. Also «Flusssöili» würde es in unseren Ohren eher treffen.

Mahango-Nationalpark und Popa Fälle | 26. Mai 2021

Nach dem «Plampitag» im Ngepi machten wir uns auf in den «Mahango-Nationalpark». Diesen erkundet man selbst in wenigen Stunden auf eigene Achse. Da wir im Etosha etwas «verwöhnt» wurden, war unsere Begeisterung da, aber halt nicht mehr so «wau»-mässig. Wir hielten nicht mehr wegen jeder Antilope an, welche vorbeihuschte. Unsere Highlights waren die Griffet-Affen, die Wildschweine mal aus nächster Nähe zu bestaunen, die Büffel aus weiter Ferne (sorry, für ein Pic war unser Objektiv zu klein) und der Vogel «Rotbauchwürger». Aber auch begegneten wir zwei Elefanten, ein paar Giraffen und unzähligen Zebrastreifen.

Nachmittags machten wir uns auf zu den «Popa Fälle». Die Popa Fälle sind Stromschnellen und liegen an der Grenze der Kavango-Ost- und Sambesi-Region bei Bagani, einige Kilometer südlich der Brücke der Trans-Caprivi-Fernstrasse über den Okavango. Den Konstrukteur dieser Brücke war im Übrigen der Nachbar der bei der Gästefarm Bambatsi auf Besuch war. So klein ist auch in Namibia die Welt. Dort sahen wir dann auch das erste Krokodil. Der erste, welcher  es auf dem Bild sieht, gewinnt ein Raclette bei uns – wenn wir dann wieder zu Hause sind. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtig…., blalbabla…. Da wir auch dort die Einzigen auf dem Campsite gewesen wären, machten wir uns auf zur «Nunde River Lodge». Ebenfalls eine sehr tolle Bleibe, die wir wärmstens empfehlen können. Aber warm anziehen. Es wurde langsam Winter und die Nächte im eher tropischen Caprivi Zipfel eher etwas kühl. Bei diesem Campsite kann man morgens und abends bestens «Tigerfische» rausziehen. Im Fachjargon «Hydrocynus goliath» genannt. Zwei Südafrikaner machen das stundenlang. Als Seebi ihnen beim Angeln zuschaute, fragten sie ihn, ob er auch angle. Als er die Frage mit «nein» beantwortet, wurde er gleich zu einem ersten «Schnuppern» eingeladen und durfte selber eine weile nach den Tigerfischen angeln. Ja was sollen wir sagen – seht selbst. Haltet das Augenmerk auf den «Lehrer»!! *bigsmile*


Glück im Unglück | 28. + 29. Mai 2021

Nach dem Stehfrühstück ging es auf Richtung Süden, denn am Sonntag, 30. Mai 2021 war unser Ziel erneut das «Chameleon Backpackers» in Windhoek. Wir haben uns im Nachhinein ein wohl eher zu langes Streckenziel vorgenommen. Also eigentlich verplemperten wir halt auch noch ein paar Minuten bei den 4 Strassenkontrollen – inkl. Veterinärsamt. Dort mussten wir unseren Kühlschrank zeigen, dass wir auch wirklich keine Schmuggelware mit dabei haben. Tanken und einkaufen – das geht manchmal auch nicht sooo schnell wie im «Heimetli» – und ja, man fährt als Gast auch nicht ganz so schnell, wie die Einheimischen. Jedenfalls kamen wir beim Campsite «Omatozu Safari Camp» erst an – als es schon arg dunkel war. Und prompt war das Eingangstor verriegelt. Was nun? Zum Glück stand am Tor eine Telefonnummer – und der super herzliche Besitzer hatte Erbarmen und lies uns noch rein. Es war dann so schön, dass wir uns dazu entschieden, die zweite Nacht im gleichen Campsite zu verbringen. Zum einten wollten wir nicht wieder alles abbauen, das hatten wir jetzt dann langsam wirklich gesehen, und zum Anderen waren es noch knappe 100 Km bis nach Windhoek. Kaum ausgestiegen bemerkt Seebi, dass wir wieder einen Platten hatten. Hinten rechts – so ein «Kevin». Wir haben ihn Kevin getauft – sorry an alle Kevins. Aber wer «Take Me Out» auch schon mal gesehen hat, weiss, was wir meinen. Seebi hatte ja nun Erfahrung und wechselte das Rand alleine. Ein «Schmunzler» sorgte noch einer der Polizisten, welcher uns aufgehalten hat. Nicht nur wir mussten unsere Telefonnummer angeben, er bestand auch darauf, dass Seebi seine Nummer speicherte. Hahaha…, er schrieb ihm dann eine SMS mit «Guten Abend, Sir» – worauf hin Seebi netterweise antworte mit ebenfalls «Guten Abend, Sir», man ist ja nett zu den Polizisten – man weiss ja schliesslich nie. Aber die Antwort darauf war der Knaller. Ob wir Geld zum Investieren übrig hätte – er hätte ein Projekt mit einer Metzgerei…. – ähm, lasst uns kurz überlegen, leider nein! Die kennen nichts. Unglaublich.


Mausetot in Windhoek | 30. Mai 2O21

Gesund und munter und nicht ganz traurig, mal wieder in einem «flauschigen», warmen Bett zu «pfussen», steuerten wir nach 5’778 Km am 30. Mai 2021 Windhoek an. Endlich konnten wir mal wieder all unsere Sachen auspacken, waschen und neu sortieren. Als wir unsere Gepäck im Zimmer hatten, setzte Seebi in der Gemeinschaftsküche einen Kaffee auf, während Ela damit begann, alles auszusortieren. Sie startete mit den Schuhen. In Seebis einten Schuh steckten noch ein paar graue Socken, welche (erster Gedanke Elas) wohl eher in den Wäschesack gehörten. Ohne böse Gedanken fasste Ela in den Schuh…!! «Güüüs»!! kleiner Würger!! einatmen, «puh», ausatmen!! Würgeschluck 2!! «iiiiiii-git» – eine tote Maus! Nach der ersten, sehr intensiven Handreinigung half ihr dann der nette Typ vom Backpackers bei der Entsorgung der Maus. Der Gesichtshautton blieb so den halben Nachmittag grau-weiss. Als Seebi dann mit dem frisch gekochten Kaffee zurück kam, war die ganze Horrorshow schon über die Bühne! Da hat einer nochmals Glück gehabt. Wenn das Mäuschen nicht schon tot gewesen wäre, wäre es spätestens nach Elas Gebrüll an einem Trommelfellriss oder Schock vom Gesichtsausdruck verstorben. Wir hoffen jetzt mal, sie fand im Schuh von Seebi ihren inneren Frieden und sie genoss die Zeit bei uns! *Görbsli*


Die Fahrzeugrückgabe am Montagmorgen erfolgte tadellos und wir hatten ein paar weitere Tage, uns mit der Weiterreise zu beschäftigen…., TROMMELWIRBEL…. – es tönt jetzt ein wenig merkwürdig, aber wir müssen uns jetzt echt von den Ferien erholen…., es geht am 6. Juni 2021 für die nächsten zwei Wochen auf nach…, *hihi* – seid ihr auch gespannt? Wir auch. Und Zeit haben wir in Hülle und Fülle, euch noch ein wenig zu «föpeln». Also wir geben euch mal den Anfangsbuchstaben. Es ist «S» wie Südafrika. Aber das ist es nicht. S wie Spanien – aber auf Sangria schlürfen haben wir keine Lust. S wie Schottland – aber Seebi hat angst, dass die Frauen dann unter seinen Schottenrock schauen. S wie Schweiz – keine Panik, wir bleiben euch noch etwas fern. S wie Saudi Arabien – aber jetzt wo Ela ja wieder eine neue Frisur hat, kommt das auch nicht in die Tüte. S wie Senegal – aber auch das ist falsch, Ela hat Angst, dass sie dort «verhökert» wird, die Senegalesen verkaufen einem noch die eigene Grossmutter. In S wie Sardinien kennen wir zu viele Schweizer. S wie Slowakei ist es genauso wenig wie Südkorea. Schweden und Singapore sind uns einfach zu teuer. Ach – dann bleiben ja eigentlich nur noch die Seychellen….!!

Ihr Lieben, geniesst die Zeit in den Restaurants (ihr müsst nicht versuchen, sie leer zu trinken) – und lasst mal was von euch hören!

Sonnige Grüsse & elefantenstarke Drööööckerlis

Die bald Ex-Namibier
Ela&Seebi

2 Kommentare zu „Namibia – der absolute «Knaller»

  1. Sooo super fotos und toll geschrieben. Danke🙋🏻‍♀️So haben wir ohne staub und wind die chance viel neues von der welt zu erfahren👏🏻👏🏻👍🏻Geniesst es und gute erholung auf s……
    Liebi grüess monika us steihuuse

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