Es fühlte sich so an – als ob wir gar nie weg gewesen wären. Und da wir euch schon mit zwei Blog-Einträgen über Malta vollgetextet habt – hier die kurze, kompakte Version. Ihr seid ja sicherlich wie «alle Jahre wieder» im üblichen Vorweihnachtsstress!!






Hier ein kleines Warmup mit Fun Facts über und um Malta:
→ Die alten Griechen nannten Malta «μέλι /meli», was Honig heisst. Noch immer ist die Insel bekannt für ihren einzigartigen Honig, welcher von einer einheimischen Bienenart produziert wird.
→ Maltas Hauptstadt «Valletta» ist die kleinste Hauptstadt Europas und Weltkulturerbe. Die Kulturhauptstadt umfasst gerade mal 0.84 km2 und jedes einzelne Haus steht unter Denkmalschutz. Ausserdem war es die erste, geplante Hauptstadt Europas.
→ Für jeden Tag im Jahr eine Kirche. Genau 365 Kirchen stehen auf Malta. 98% der Malteser sind Christen und die beliebtesten Namen sind Eliza und Matthew. Bis 2011 war eine Scheidung unmöglich. Gegen den Willen des Staatspräsidenten kam es jedoch im 2011 zu einer Volksabstimmung, welche gerademal mit knappen 52% angenommen wurde! Viele Kirchen haben zudem zwei Uhren, eine zeigt die korrekte Uhrzeit an, die andere ist eine Attrappe – auf die das Ziffernblatt nur aufgemalt ist. Nach dem maltesischem Volksglauben kann man mit den verschiedenen Zeitangaben den Teufel verwirren.

→ Auf Malta unterscheiden sich die eleganten Gebäude nur sehr schwach voneinander ab. Und das, weil diese alle aus maltesischem Stein gebaut werden. Um dem Gesamtbild jedoch einen etwas bunteren, farbenfrohen Touch zu verleihen, streichen sie die Türen und Balkone in bunten Farben. «Lasst uns froh und munter sein»!!





→ Das Nationalgericht ist Kaninchen. Wir haben jedoch nie eines frei rumlaufen gesehen – die einzigen, welche wir zu Gesicht bekommen haben, räkelten sich nackt in der Fleischtheke oder in Sauce auf dem Teller!
→ Malta hat ein mildes mediterranes Klima – und man geniesst ganze 300 Tage Sonnenschein. «Leise rieselt der Schnee», vielleicht in der Schweiz, aber sicherlich nicht auf Malta.

→ Luzzu sind die traditionellen Fischerboote. Das besondere an diesen verzierten Booten sind die aufgemalten Augen. Die Malteser glauben, dass die leuchtenden Farben und Augen helfen, das Böse fernzuhalten.



→ «O Tannenbaum», oder auch nicht. Denn auf der ganzen Inselgruppe befinden sich weder ein Wald, Berge, Flüsse noch Seen.
WM-Qualispiel der Malteser | 11. November 2021
Ganz aus dem «Hüsli» war Seebi, als er in der Schule davon erfuhr, dass am Abend Malta gegen Kroatien ein WM-Qualifikationsspiel zu bezwingen hatte. Und es gab noch Tickets. Ja das musste man den «Schulbuben» natürlich nicht zwei Mal sagen. Der Fussballzwerg Malta kam im «National Stadium von Attard» ganz schön unter die Räder. Endstand 1:7!! Kroatien holte sich den Pflichtsieg, Seebi & Co. genossen einen Fussballabend – so, wie zu alten Zeiten.


Heimatsflair | 12. November 2021
Noch in Irland ergab sich unser erstes Treffen mit einem altbekannten Gesicht. Beat wohnte in Sursee dazumal mit Ela im selben Haus und ist bekennender Malta-Fan. Diese Gelegenheit liessen wir uns nicht nehmen und Beat organisierte einen Tisch im charmanten «Fresco’s Cafe & Restaurant». Dort durften wir seinen Ferienkollegen Remo kennen lernen. Wir hatten einen wirklich «hammermässig» schönen Abend und genossen nicht nur leckeres Essen, auch die Gesellschaft traf unser Gusto vollumfänglich. Wir freuen uns bereits jetzt auf das Wiedersehen – mit UNO-Karten! Dann wollen wir sehen, ob sich das harte Training von Beat und Remo wirklich bezahlt macht!

English Café | 16. November 2021
Vier Mal die Woche wird vom Veranstaltungsplaner «English Café» ein Event organsiert. Der Sinn dahinter ist, dass du internationale Bekanntschaften knüpfen kannst und natürlich das Englisch praktizierst. Es nehmen jedoch nicht nur Studenten teil – dort findet man auch Einheimische und Expats. Ein kunterbunter Haufen. Am Montag steht Karaoke auf dem Programm. Aber da haben wir auch wirklich immer etwas los. «O du fröhliche, o du selige»!! Nein – es ist schon so, dass wir unsere Gesangskünste wirklich niemanden antun möchten. Dienstag trifft dann schon eher unser Gusto. Im «Il-Fortizz heisst es gemütliches Beisammensein, essen, trinken, lachen, tolle Leute kennen lernen und geniessen. Das passt schon. Ja die Zeit vergeht jeweils so schnell und «zäck», ehe man sich versieht, ist man wieder bei den Letzten. Was ganz neues bei uns. Übrigens gibt es nichts schlimmeres als am Freitag festzustellen, dass es erst Mittwoch ist!! «Kling Glöckchen klingelingeling…» Aber zum Glück hatten wir am Mittwoch erst nachmittags Schule. Ja das Ganze «matched» schon auf das Programm der Ü30er Schüler.


Grosses Kino | 17. + 19. November 2021
Seebi hatte noch was auf seiner Männer-Todo-Liste abzuarbeiten. 007 hat ihn persönlich gebeten, ihn endlich im Kino zu besuchen. Genau. Zum Glück gab es noch zwei weitere Männer auf diesem Planeten, die den Film noch nicht gesehen hatten. Könnten wir den Blog mit Geräuschen unterstreichen, würde es jetzt an dieser Stelle mit einem mitleidigen «oooohhh» ertönen. Und so schauten sie sich den Film gemeinsam an. Ela genoss den Abend zu Hause, es machte ihr dann «öppe» gar nichts aus, darauf zu verzichten. Nach der Verschnaufpause am Donnerstag steckte, vor allem Ela, wieder voller Ausgangsdrang. Jetzt war Seebi an der Reihe, die Wohnung zu bewachen. Mit drei anderen Schülern der EC besuchten sie das von den Lehrern angepriesene Restaurant «Ta‘ Kris». Ein Lokal, welches auf einheimische Gerichte setzt. Und wir mussten sagen, es hält was es verspricht und ist keine typische Touri-Falle.


Heidi und die zwei Flachlandindianer | 20. November 2021
Seebi tauchte ein in die Welt der untergegangen Schätze Maltas, Ela bevorzugte eine Wanderung mit zwei Berlinern. Das Wetter spielte top mit und war ein Traum. Ja also eben, Berge sucht man auf Malta vergebens – aber die fast 12 km lange Rund-Tour ab «Marsaxlokk» an den «St. Peter’s Pool» zusammen mit Maren und Torsten war schlichtweg «wonderful». Wir hintersinnten uns jedoch ab und an über den Wanderweg und die «privat-Schilder», aber genau solche Dinge machen Malta so liebenswert amüsant. Das Picknick aus dem Rucksack schmeckte ausgezeichnet und ja, die beiden Flachlandindianer, Maren und Torsten, scherzten natürlich über das Klischee der Schweizer. Wir sind ja alle auf der Alp gross geworden, essen drei Mal täglich Käse und heissen mit zweitem Namen Heidi! «Läck» was haben wir gelacht. Zurück in St. Julian’s pickten wir noch Seebi auf und liessen den Abend im Restaurant «Peppino’s» ausklingen. Dort hat «äbe» auch schon Brad Pitt diniert. So als Randinformation. Und wer weiss, vielleicht hat Ela von derselben Gabel gegessen! *schmacht*
Ganz schön international | 23.+24. November 2021
Unser Bett war so hart, wie wahrscheinlich das Kissen von Bruder Klaus. Apropos, wisst ihr, woran er gestoben ist? Er veranstaltete eine Kissenschlacht. *Pfui-Fingerdätsch* Und das wahr wohl ausschlaggebend für unser Problem. Die Deutschen hätten gesagt, «ich hab Rücken» und aus diesem Grund buchte Ela eine Massage in einem chinesischen Massagestudio. Was für eine Wohltat. Wir schliefen danach die erste Nacht durch und fühlten uns noch am Folgetag wie zwei «Gummibärchen». Manchmal muss man sich halt etwas gönnen. Wir waren so voller Energie, wir hätten Bäume ausreissen können. Abends hatten wir uns mit zwei lieben, altbekannten verabredet. Ayse und Maxime. Mit diesen beiden haben wir schon im Februar die Schulbank gedrückt. Der charmante Franzose und die türkische Powerfrau haben sich hier auf Malta kennen und lieben gelernt und das hat sie dazu bewogen – länger auf der Insel zu bleiben. Ayse arbeitet zwischenzeitlich Vollzeit, Maxime hingegen kellnert Teilzeit und geht nebenbei noch zur Schule. Da Ayse eine waschechte Türkin ist, zeigte sie uns ihr Lieblings-Restaurant. Im authentischen «Kebab Factory» genossen wir leckeres Essen und wurden in die Trinkkultur des «Raki» eingeweiht. Raki ist das türkische Nationalgetränk schlechthin. Der klare Schnaps hat einen lakritzähnlichen Geschmack. Hätten wir diesen blind degustiert, hätten wir wohl auf Sambuca getippt. Raki wird mit Wasser und Eiswürfeln gemischt – und ganz streng genommen, wird es immer vom ältesten Mann am Tisch nachgeschenkt. «Aslan Sütü» bedeutet «Löwenmilch» und ist ein anderer Name für den Schnaps. Er stammt von seiner Farbe, welcher er durch die Mischung mit Wasser erhält. Raki steht auch für Spass, Unterhaltung und gute Freunde. In einer Gruppe wird immer eine ganze Flasche Raki bestellt – es ist unhöflich, ein einzelnes Glas zu bestellen. Dann war es vorbei mit «stille Nacht, heilige Nacht». Ja dann «şerefe» – pröstli!!
Mit Ayse und Maxime verbrachten wir noch ein paar weitere, wundervolle Abende. Ja diese beiden sind uns so richtig ans Herz gewachsen und wir hoffen doch sehr, dass wir die beiden mal in unserem «Heimetli» verwöhnen können.




Land unter | 25. November 2021
Ja es regnete schon arg, als wir morgens aufgewacht waren, aber so ernst nahmen wir diesen Regenschauer jetzt doch auch wieder nicht. Gemütlich machten wir uns auf zur Schule – wir hatten ja auch gerade mal zwei Minuten – und dementsprechend kamen wir relativ trocken an. Teils unserer Mitschüler waren jedoch klatschnass. Und andere blieben ganz zu Hause. Wenn es in Malta regnet bricht das Verkehrschaos aus. Wirklich. Und dann kommen teils sogar die Lehrer zu spät zum Unterricht. Item. Jedenfalls war es morgens um 09.30 so dunkel wie nachts und schon gingen die ersten Videos virtual… Ein Mitschüler (gelernter Bäcker) von Ela erzählte ihr, als er morgens aufstand und bemerkte, dass die Decke nicht dicht war. Und prompt waren genau an dieser Stelle seine Schuhe! Not macht bekanntlicherweise erfinderisch und da er keine funktionierende Heizung hatte, musste halt der Backofen herhalten. Gelernt ist gelernt. Ela konnte sich fast nicht mehr halten vor Lachen. Liebe Greta-Anhänger, bitte schaut euch die nachfolgenden Bilder nicht an! *riesenfrechgrins* Ja aber noch hatten wir zu lachen. Als wir nach Hause kamen mussten wir jedoch feststellen, dass auch unser Appartement nicht «dicht» war. Zum Glück war jedoch unser Wasserschaden in ein paar Minuten weggewischt.



Coral Lagoon | 5. Dezember 2021
Wenn man mit einem Franzosen befreundet ist, weiss man auch, wo es die besten Baguettes zu kaufen gibt. Sogar in Malta gibt es sie und es machte Seebi dann «öppe» gar nichts aus, am Morgen mit nüchternem Magen einen Spaziergang zu der französischen Bäckerei unter die Füsse zu nehmen. «Läck» haben wir «geschmatz». So haben wir unser Frühstück schon lange nicht mehr genossen. Gut gestärkt und voller Tatendrang machten wir uns auf Richtung «Coral Lagoon». Diesen Insidertipp haben wir noch von Beat erhalten. Nachdem der sehnlichst erwartete Bus mit knappen 25 Minuten Verspätung eintraf – steuerten wir direkt unser Ziel an. Der bezaubernde Naturpool liegt am östlichsten Zipfel der Halbinsel Marfa. Das Meer hat sich hier einen kleinen Tunnel ins Innere gegraben und ein richtiges Loch geformt. Das Wasser ist, wie sollte es anders sein, glasklar und türkis. Jedoch scheint es auf den Fotos nicht ganz so – da die Sonne nicht mehr den perfekten Stand hatte.





Swiss Chalet Bar und Glühwein | 8. Dezember 2021
«Süsser die Glocken nie klingen». Jo «heiliger Bimbam». Valletta bei Nacht ist ja schon schmuck – aber Valletta mit Weihnachts-Lichtern und Weihnachtsmarkt ist echt kitschig. Mit Ayse und Maxime machten wir uns im späten Nachmittag auf, um einen Blick auf Valletta zu erhaschen – denn schliesslich war auch bei uns ein Feiertag. «Läck» waren wir gefläscht. Hammer. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus und sogar bei uns kam leichte Weihnachtsstimmung auf. Spätestens als wir einen Glühwein schlürften. Irgendwie schmeckt der Glühwein bei plus 10 Grad anders als bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. *lach* Wir flanierten durch die Gassen und entdeckten sogar noch die «Swiss Chalet Bar». Wir spürten schon Vorfreude auf ein «Kaffi Zwätschge». Ja so richtig was mit Swiss hatte es dann aber nicht viel am Hut. Macht nichts. Dafür haben sie sogar ein Eisfeld aufgestellt. Verrückt diese Malteser. Den Abend liessen wir zuhause bei Ayse und Maxime bei leckerer Pasta, UNO und Monopoly ausklingen.
Weiterreise | 11. Dezember 2021
So – wir haben es doch noch geschafft und uns einen Flug gebucht und uns durch den Papier-Dschungel gearbeitet. Huuup-huuuup. Denn schliesslich wollen wir ja jetzt unser frisch aufpoliertes Englisch auch anwenden. «Jingle Bells». Aber zuerst legten wir noch einen Boxenstopp in der Schweiz ein – weil die Verbindungen ab Malta nach Bangkok etwas umständlich ist und wir noch einen super wichtigen Grund hatten, mit Nina und Roger anzustossen. Roger ist endlich auf die Knie gefallen – oder so ähnlich. Jedenfalls mussten wir noch auf die Verlobung der beiden anstossen. Und da Seebi die ehrenvolle Aufgabe hat, Rogers «Best Man» zu sein – liessen wir uns das nicht nehmen. Die beiden beherbergten uns wie immer liebevoll. Einmal alles frisch durchgewaschen, ein paar Habseligkeiten leichter, dafür vollgefressen (an dieser Stelle, Nina ist eine begnadete Köchin und da muss man einfach nach schöpfen) – traten wir den weiten Flug Richtung Thailand an.
Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit den beiden – aber zuerst heisst es: «Sawadika» Thailand.



Kalorienbombenstarke Dröööckerlis
★★ Ela & Seebi ★★
Und wie ihr sicherlich bemerkt habt, fehlt «Ihr Kinderlein kommet»! Das ist ganz bewusst. *riesenfrechgrins*

















































Grossartig. Vielen Dank. Gute Weiterreise gegen den Osten.
Pa
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