Seychellen – top of the pops!!

Der letzte Abend in Windhoek hatte es wahrlich in sich. Unglaublich aber war – im Backpackers haben sich zwei Teilnehmerinnen, Chantay Ndjawella und Chelsea Shikongo, der Miss Namibia Wahlen einquartiert. Und da war es für uns Ehrensache, die beiden, Aufgrund Corona, wenigstens aus der Ferne «anzufeuern». Und prompt – Miss Namibia 2021 is …, die Spannung steigt, denn eine der beiden war unter den Top 5 und somit noch im Rennen…, Chelsea Shikongo!! *Heiliger-Bimbam* – ihr Freund Michi der aus Deutschland kommt, konnte es gar nicht fassen und ihre Mutter wusste nicht so recht, ob sie heulen oder alle gleichzeitig umarmen sollte. Sie hat sicherlich nur gewonnen, weil wir ihr so fest die Daumen gedrückt haben. Nein Spässchen – Chelsea ist eine wunderhübsche Frau und sie trägt ihr Herz genau dort, wo es hingehört. Wir haben uns sehr gefreut, Chelsea und ein Teil ihre Familie kennen gelernt zu haben. Wir wünschen ihr in ihrem Amtsjahr nur das Allerbeste und werden die Miss World-Wahlen 2021 in Puerto Rico natürlich verfolgen.


Mahé · die Hauptinsel der Seychellen | 7. – 17. Juni 2021

Am Sonntag, 6. Juni 2021 starten wir unsere Reise auf die Seychellen. Nach einem knapp sechsstündigen Flug kamen wir in der Hauptstadt von Äthiopien in «Addis Abeba» an. Da bereits abends um 21:45 Uhr war und unser Anschluss-Flug erst am kommenden Vormittag um 10.00 Uhr weiterging, wurde von der Fluggesellschaft eine Übernachtung in einem Hotel inklusive Transfer organisiert. Es hat alles tadellos funktioniert, aber waren wir doch froh, mussten wir keine zweite Nacht dort verbringen. Nach einem knapp vierstündigen Flug kamen wir in «Victoria» auf der Hauptinsel «Mahé» an. Mahé misst eine Grösse von 152 km2 – wobei, spricht man bei 152 km² eigentlich von Grösse? Egal. Mit knapp 72’000 Einwohnern wohnt 90% der Bevölkerung auf dieser Insel. Damit nicht alle den Taschenrechner zücken müssen, dass macht auf 100% gerade mal 80’000 Einwohner. Wobei wir zwischenzeitlich gelesen haben, dass die Einwohnerzahl neu auf 98’500 geschätzt wird.

Wir wurden am Flughafen bereits erwartet, da wir den Transfer im Voraus via dem «Oceanic View Apartments» organisierten. Die Seychellen hatten aufgrund der steigenden Zahlen wieder striktere Massnahmen ergriffen. Zum Beispiel durften wir als Touristen nicht mit dem öffentlichen Bus reisen und die Bars sowie Restaurants mussten um 19:00 Uhr schliessen. Uns machte das überhaupt nichts aus – so hatten wir auch mehr Zeit zum Schmusen. *hihihi*


Mahé · die grösste Insel der Seychellen | 7. – 10. Juni 2021

Unser Self-Catering-Appartement lag einen Katzensprung vom zauberhaften Strand «Beau Vallon Beach» entfernt. Da fühlten wir uns gleich wie zu Hause. Nur etwas «tüppig» war es, so bei 77% Luftfeuchtigkeit. Das sind wir uns «äbe» nicht gewohnt. Also schwitzten wir einmal am Tag – und das war immer. Der Beau Vallon ist einer der belebtesten und beliebtesten Strände auf Mahé. Aufgrund von Covid war das mit dem belebt für uns absolut erträglich. Das Wasser ist so ruhig wie in einer Badewanne und auch die Temperaturen mit ganzjährig von 26 bis 30 Grad äusserst angenehm. Den Sprung ins «kühle» Nass kostete absolut keinerlei Überwindung und nicht einmal Ela musste Geräusche von sich geben. Die ersten Tage verbrachten wir mit Faulenzen und die langgezogene Bucht mit weissem Sandstrand, welche sich über mehreren Kilometer zieht, lud für Spaziergänge ein. Natürlich wurde unser Appartement, respektive die Ortschaft, so feinsäuberlich selektioniert, dass zu Fuss in unmittelbarer Nähe eine SSI-Tauchschule, die Blue Sea Divers war. Ja bereits am Dienstag-Nachmittag sowie auch am Mittwoch-Morgen zog es Seebi einen Stock tiefer – also ins Meer, versteht sich.

Ganz wichtig zu wissen, wenn man auf den Seychellen Ferien macht: Man muss nicht verheiratet sein und Augen auf, wenn man Schatten sucht – dass kann ziemlich weh tun. Angeblich sterben jährlich mehr Personen durch herabfallende Kokosnüsse als durch Haifisch-Angriffe.


La Digue · die Seele baumeln lassen | 11. – 15. Juni 2021

Mit der Fähre ging es von Mahé auf die Fahrrad-Insel «La Digue». La Digue ist mit 10km2 die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln (Mahé, Praslin und La Digue). Aufgrund der nicht vorhandenen Infrastruktur herrschte kaum Autoverkehr – lediglich Taxis und kleinere LKWs. Das Hauptverkehrsmittel ist das Fahrrad. Genauer gesagt gibt es auf La Digue mehr Fahrräder als Bewohner. Und man staunt nicht schlecht, wenn einem auf der «Hauptstrasse» der Ochse am Zugkarren entgegenkommt. Dementsprechend entspannt und etwas gemächlicher läuft auf La Digue das Leben ab. So machten wir uns von der Fähre, vorerst noch zu Fuss, auf zur wundervollen «Pension Hibiscus».

Unser Gepäck abgeladen, Badehose montiert, eingecremt und los ging es an den nahegelegenen, flachen Strand «Anse Source D’Argent». Der Strand ist mit seinen Granit Felsformation einzigartig. Ein Traumstrand, wie er im Buche steht und uns klappte fast die Kinnlade runter. Die atemberaubende Szenerie ist ein Highlight und war schon für mehrere Werbespots die Hintergrundkulisse, unter anderem für die berühmte «Bacardi»-Werbung in den 90ern. Der Mix aus türkisblauem Meer, weissem Sandstrand und der eindrucksvollen, kugelförmigen Granitfelsen machen ihn zu einem der fotogensten Strände. Um an den Strand zu gelangen, muss man durch den Park «L’Union Estate». Dort schlenderten wir durch Vanille- und Kokosplantagen und beobachteten die «Aldabra Riesenschildkröten». Diese haben wir allerdings erst auf den zweiten Blick erkannt. Leider sind diese im Gehege eingesperrt, was jedoch schon seine Gründe hat. Denn es gibt tatsächlich Touristen, die sich auf die Schildkröten setzen. Was das für tödliche Folgen mit sich ziehen kann, kann sich in etwa jeder vorstellen, welcher über einen annähernd gesunden Menschenverstand verfügt. Da der Magen so arg knurrte und wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten, wagten wir uns an einen Takeaway und genossen ein leckeres, typisch kreolisches Fisch-Curry. «Mmmmhhhh» das schmeckte lecker und wir waren danach so etwas von «pappsatt» und ein wenig ausgepowert. Denn wurden wir beim Essen von recht «gierigen» Fliegen angegriffen. Unser Essensstyl hatte nicht mehr so viel mit westlichen Tischmanieren am Hut – dieses ähnelte wohl vielmehr einem Tanz im Sitzen.


Anse Severe | 12. Juni 2021

Ohne Fahrrad auf La Digue unterwegs sein ist wie Schnorcheln ohne Taucherbrille – das macht keinen Spass. Also mieteten wir uns für die kommenden vier Tage ein Fahrrad. Mit denen machten wir uns auf, zumindest ein Teil der 10kmzu erkunden. Ziel war der «Anse Severe». Velos abgestellt auf dem eigen dafür angelegten «Parkplatz» und «zäck» – unter einer Palme da war sie. Eine freilebende Aldabra Riesenschildkröte mit Sand-Schnauz. Süss. Diese Tiere, die bis zu 120 Jahre alt werden können, strahlen eine Gelassenheit aus – da vergisst man für einen kurzen Augenblick, dass man am zauberhaften Strand Anse Severe steht – wo man einen der schönsten Blicke auf die Nachbarsinsel «Praslin» ergattern kann. Das Meer ist sehr ruhig und vor allem bei Ebbe relativ flach. So flach, dass wir gerade mal bis Mitte der Waden im Wasser standen. Da waren wir gezwungen, uns ins flache Nass zu setzen. Bei gefühlten 30 Grad Wassertemperatur war das ja kein Problem, für niemanden. Neben gerade mal einer Hand voll anderer Paare waren wir mit der Schildkröte und einem Fischer alleine am Strand. An der Snackbar «Bikini» gönnten wir uns eine Kokosnuss, respektive einen frischgepressten Fruchtsaft. Der Slogan «Hakuna Matata» – was so viel bedeutet wie: «Es gibt keine Probleme/Schwierigkeiten» ist deren Motto. Ja, was sollen wir sagen…, unsere Füsse steckten in Sand, welcher so weich wie Blätterteig war und wir waren schon ein wenig «eingelullt» vom Inselglück. Nur unsere Herzen «pöpperlten» bei diesem Ausblick wie wild.


«Vettel» und «Wolff» am Start | 13. Juni 2021

Um den Osten zu erkunden, muss man einfach der einzigen Strasse folgen, die es gibt. Sehr beziehungsfreundlich. Der Weg führt immer dem Strand entlang. Entlang an den traumhaften Stränden «Anse Patates», «Anse Gaulettes», «Anse Grosse Roche», «Anse Banane» bis nach «Anse Fourmis». Die Strände sind wie aus dem Bilderbuch. Postkartenmotive!! Uns fehlen die Worte – und das soll bei uns etwas heissen. Es ist so kitschig – es hat uns in den Bann gezogen. Und da wir fast alle Strände mehr oder weniger für uns alleine hatten, hatten wir genügend Platz (Zeit versteht sich ja wie von alleine) für Unterwasser-«Selfies».

Bei der Saftbar «Chez Jules» beim Anse Banane gönnten wir uns eine Erfrischung, bevor wir zwei «Rennfahrer» wieder in die Pedalen traten und weiter zum Anse Severe radelten – denn dort ist einer der wenigen Orte, wo man die Gelegenheit hat, sich in den Schatten zu legen, ohne die Gefahr zu laufen, von einer fallenden Kokosnuss «überrascht» zu werden!!

Ihr fragt euch sicherlich, was es mit diesem «Anse» auf sich hat. Anse heisst «kleine Bucht». Und das stimmt. Auf La Digue hat es so viele kleine Buchten, dass man manchmal gar nicht so recht weiss, auf welche man gerade den Ausblick geniesst. Uns wurde gesagt, um nach Anse Fournis zu gelangen, geht es schon auf und ab und bedarf ein wenig an «Fitness». Und zu unserem Erstaunen gab es tatsächlich Touristen als auch Einheimische, die das Fahrrad die «Hügelis» hochgeschoben haben. Hmmm – die haben keine Ahnung, was ein «Hoger» ist. Es macht schon Sinn, dass es hier noch so viele Dreiräder gibt. *Schmunzel* Ein bisschen Gemütlichkeit ist ja ganz gut, da wir kein Dreirad gemietet hatten, rasten wir auf der Überholspur weiter über die Insel.


Auf Tauchfühlung mit Schildkröten | 14. Juni 2021

Da es natürlich auch auf La Digue ein Dive Center gibt – hörte Seebi die Meeresschildkröten von weit her rufen: „Komm auf einen «Schwader» mit uns und entdecke die Schätze vom Indischen Ozean.“ In den Gewässern der Seychellen gibt es fünf Arten von Meeresschildkröten. Dieses Spektakel wollte sich Seebi natürlich nicht entgehen lassen. Und tatsächlich – nicht nur Schildkröten auch Haifische gab es zu bestaunen. Da der Tauchgang ausserordentlich lange dauerte, begab sich Ela schon mal an den Anse Source D’Argent – und streckte ihren Bauch an die Sonne. Fettverbrennung – hat leider nichts gebracht. Item – zu zweit genossen wir dann noch für uns den Sonnenuntergang bei einem «Rosé to go». 


Wo sich die Einheimischen sonnen | 15. Juni 2021

Wenn die Einheimischen sich am Sonntag an den einsamen «Anse Cocos» begeben – dann kann das ja nur etwas heissen, und zwar, dass es sich um einen hinreissenden Ort handeln muss. Um an den Anse Cocos zu gelangen, muss man einen zirka 20-minütigen Marsch durch den Dschungel unter die Füsse nehmen. Über den «Grand Anse» via die «Petite Anse» gelangt man zum Zielstrand «Anse Cocos». Die kleine Anstrengung lohnt sich wirklich. Weisser Sandstrand, natürliche Pools und viele schattenspendende Bäume machen diesen Strand für einen Tagesausflug perfekt. Während der Südostpassats sind die Wellen recht hoch und die Strömungen sehr stark – und auch an diesem Tag zeigte sich das Meer von seiner wilden Seite. Deshalb empfiehlt es sich nur in den natürlichen Pools in Küstennähe zwischen den Felsen zu baden. Es war fast ein wenig so wie im Alpamare – nur hat man danach einfach überall Sand. An der «Coco Bar» stärkten wir uns. Neben super leckeren Fruchtsäften wurde uns auch noch frische Kokosnuss serviert. *mampf* Zurück aus dem Dschungel ging es mit dem Velo anfänglich wirklich etwas steiler Bergauf, als sonst. Das Schöne ist – wenn man das Ziel mit etwas mehr «Manpower» als üblich erreichen muss – ist man unter Gleichgesinnten. Auf Empfehlung von unserer «Pension-Mama» holten wir unser Abendessen beim «Rey & Josh Cafe Takeaway» – denn das sei auf der ganzen Insel das beste Essen. Wir können an dieser Stelle sagen – wir lieben die Insidertipps der Einheimischen! Wir haben immer lecker gegessen, aber das war wirklich eine Gaumenfreude.


Täglich grüsst das Murmeltier…

…oder in unserem Speziellen Fall «Kevin»! Jeden Morgen spielte sich das gleiche Ritual ab. «Kevin» – ein süsser kleiner Spatz flog so oft in die Glasscheibe, bis wir wach waren! Und wir sprechen hier nicht von zehn, zwanzig Mal – dies soll hier angemerkt sein, der hat echt Ausdauer. Die Besitzerin von der Pension Hibiscus meinte, dass der Kleine mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit von Touristen angefüttert wurde! Wie ein kleines Kind «bettelte» er jeden Morgen nach Futter – und schaute uns mit seinen «Kugelaugen» mitleidig an. Wir blieben hart. Eigentlich. Kaum war Ela mal 1 Minute nicht da, hatte Seebi erbarmen und teilte sein Brot mit ihm. Zum Glück für Kevin hatten wir mal Ameisen im Brotsack. Ehe man sich versieht, hat man diese Viecher überall – ganz fürchterlich. Und da Ela einen guten Tag hatte, offerierte sie Kevin ein Stück Toastbrot. Zuerst getraute sich Kevin gar nicht. Er überlegte…, ist das eine Falle? Denn von ihr hat er ja noch nie nur ein «Brösmeli» gekriegt. Jedoch dauerten diese Zweifel nicht so lange an – denn der «Glust» überkam ihn. Kevin hatte sich nicht mehr unter Kontrolle und pickte auf die Brotscheibe los, als gäbe es kein Morgen. Sein Kumpel Kilian, ein «roter Spatz» – oder besser als «Fody» (Foudia madagascariensis) bekannt, roch natürlich den «Braten». Kevin dachte nicht im geringsten daran, sein «Zmorge» zu teilen. Er verteidigte seine Toastscheibe so was von, als wäre er ein Geier. Dabei war ja der Toast für ihn viel zu gross. Fazit: «Giznäpper» Kevin war für einen Tag vollgefressen und hatte genug Power, am darauffolgenden Morgen erneut den Wecker zu spielen. Ela musste den angepickten Toast, welcher zwischenzeitlich noch mehr von Ameisen besucht war, sorgfältig entsorgen und hatte somit die meiste Arbeit. Ja und Kilian blieb hungrig zurück, kündete aber Kevin die Freundschaft, denn der schöne, farbige Kili tauchte für den Rest der Woche nicht mehr auf.


Unerwartet zauberhaft | 16. Juni 2021

Zurück auf Mahé machten wir uns auf zur Tauchschule – denn Seebi kitzelte es sozusagen in den Schwimmflossen. Bei der Tauchschule trafen wir auf zwei bekannte Gesichter. «Gopf» – irgendwoher kennen wir doch diese beiden. Auf La Digue bei unserer Fliegenmahlzeit haben uns die zwei Österreicher beobachtet und sich dann entschieden, das Essen mit auf den Weg zu nehmen. Wir kamen ins Gespräch und es wurde dann ein wundervoller Abend am Strand. Zwei andere Österreicher, die anfangs Woche auf Mahé geheiratet hatten, machten ein spontanes Fotoshooting am Strand. Tja – und da niemand den Brautstrauss fangen konnte – haben sich dann Elke und Ela «breitschlagen» lassen. Seebi ist noch immer stolz auf Ela. Nicht gefangen – puh, nochmals Glück gehabt. Suti nahm es sehr gelassen – bei den beiden ist klar, dass Elke den Heiratsantrag machen muss. Somit hat er überhaupt keinen Stress, wegen so ein paar Blumen. Die Chemie stimmte so dermassen, dass wir uns für den darauffolgenden Tag gleich wieder verabredeten. Die beiden hatten ein Mietauto und so zogen wir gemeinsam los. Zuerst ging es nach Victoria, die Hauptstadt – um dort beim «Sir Selwyn Selwyn Clarke Market» ein paar Besorgungen zu machen. Auch wir schlugen bei den Früchten zu. Gestärkt nach einem Kaffee ging es weiter zur Destilliere «Takamaka» – dort wird der Rum nicht nur produziert, sondern ebenfalls verkauft. Minus eine Flasche Sonnencrème – plus eine kleine Flasche Rum macht gleich viel Gepäck. *hihi* Nächster Stopp war die «Anse Royale» von welcher man einen tollen Blick auf die Insel «Ile aux Souris» hat. Elke und Suti hatten eine Schnorchel-Ausrüstung mit dabei und so konnten wir viele kleine, bunte Fische beobachten. Ja wirklich – die Unterwasserwelt dort ist wundervoll. Aber man glaubt es kaum. Als die beiden im Wasser waren und die zwei Schweizer auf dem Strandtuch die Aussicht und das Meeressrauschen genossen – «zäck» passierte es. Elke’s Tasche wurde entfernt und gerade mal ein paar Meter im Gebüsch wieder abgelegt. Was fehlte, weniger als fünf Franken und das iPhone. Was für eine «Hühner-Piiip». Ja der Gang auf den Polizeiposten war dann das nächste Ziel. Die Polizisten waren sehr bemüht und kamen den «Tatort» besichtigen. Wir drücken Elke den Daumen, dass sie den Dieb fassen und sie ihr Smartphone wieder findet.


Schnorcheln Part II | 18. + 19. Juni 2021

Beim «Sainte Anne Marine National Park» kann man nicht nur tauchen, dieser Platz eignet sich auch hervorragend zum schnorcheln. Die Unterwasserwelt ist faszinierend und spannend. Und weil das Wasser ja ganztags warm ist – spielte es Ela überhaupt keine Rolle, bereits um 09:00 Uhr ins Wasser zu plantschen. All diese schwimmenden «Fischstäbchen» *Spässchen* in ihrer wundervollen Farbenpracht. Streifen, Punkte, elegante, solche mit kleinen «Flügelis», runde, ovale… Traumhaft. Um ein paar namentlich zu erwähnen – wie man teils auf solche Namen kommt, ist wohl ein anderes Thema: Blaustreifen-Doktorfisch, Dreipunkt-Kaiserfisch, Fähnchen-Falterfisch, Felsenhüpfer, Glatter Flötenfisch, Imperator-Kaiserfisch, Indischer Mimikry-Doktorfisch, Kugelkopf-Papageifisch, Längsstreifen-Borstenzahndoktorfisch, Nasenhöcker-Papageifisch, Scherenschwanz-Sergeant aber die zwei absoluten Highlights von Ela waren der Federschwanz-Stechrochen und die Echte Karettschildkröte. Für Elke, Suti und Ela passte die «light»-Version – für Seebi ging es natürlich noch tiefer. Am Samstag tauchte Seebi ein Wrack, welches auf 40 Metern unten liegt. Ein Schatz auf dem Meeresgrund. Ja diese Piraten hatten wohl einen Rum zu viel intus und kenterten. Damit wir an dieser Stelle keine Gerüchte streuen, es handelt sich dabei um ein 28 Meter langes Fischerboot. Dieses wurde am 11. Juli 2008 absichtlich versenkt und mittlerweile leben dort verschiedene Arten von Skorpionsfischen, darunter einige fette Steinfische und eine Reihe von Muränen. Für die Taucher ist das ein Highlight schlechthin.

Am Freitag-Abend hiess es jedoch leider Abschied von unseren zwei neuen «Spezi’s» Elke und Suti» zu nehmen. Spezi steht in Österreich für Freund. Was man nicht alles so lernt auf einer Reise. Wir freuen uns bereits jetzt auf den Besuch in Salzburg, respektive diesen beiden «Goldschätzen» Luzern zu zeigen. Wir glauben – uns vieren geht der Gesprächsstoff nie aus.

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Road Trip · der Süden und die Sans Soucis Road | 20. Juni 2021

Der Süden ist noch sehr ursprünglich geblieben. Hier findet man viele verträumte Strände, kleine kreolische Dörfer, kurvige Strassen und immer wieder der Blick auf einsame Buchten entlang der Küste. Nach den Distanzen, welche wir in Namibia an den Tag gelegt hatten, war Mahé ein «Klacks» und bevor wir die Insel unbemerkt umrundeten, legten wir am Strand «Baie Lazare» einen Stopp ein. Die Baie Lazare ist eine halbmondförmige, traumhafte Bucht. Im Jahr 1742, so heisst es, ist der Seefahrer und Kapitän «Lazare Picault» als Erster an Land gegangen. Lazare Picault war vermutlich nicht der erste Mensch, der die Seychellen gesehen und betreten hat, dennoch gilt er als deren Entdecker. Beim «Del Place Restaurant» gönnten wir uns eine Erfrischung und sogen die Aussicht auf die Insel «L’Islette» – welche nur wenige hundert Meter von der Küste liegt. Ein weiteres Highlight stand bevor. Wir machten uns auf und schlängelten uns durch den «Soucis Road» –  welcher sich einmal quer durch die Insel führt – teilweise mit sehr steilem Abgrund, aber mit einem wundervollen Blick auf den türkisblauen Indischen Ozean. Es ist totales Freiheitsgefühl, wenn man die vielen kleinen Strassen durch den Dschungel und vorbei an Traumstränden entlang fährt – jedoch bringt dieser «Road» auch ein ganz klein wenig Nervenkitzel mit sich. Denn die Strassen sind nicht nur äusserst eng, auch der Fahrstil der Einheimischen ist, sagen wir mal nett, ist sehr «spritzig».


Road Trip · Hauptstadt Victoria und Police Bay | 21. Juni 2021

«Victoria» ist so ganz anders als man sich eine Hauptstadt vorstellt. Sie ist sehr klein, «trubelig» und sehr «wuselig», jedoch einen Besuch wert. Das Stadtzentrum kann man locker zu Fuss erkunden, da alle Sehenswürdigkeiten nahe bei einander liegen. Einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist der «Victoria Clock Tower». Der silberne Uhr-Turm ist eine Miniausgabe des Uhrenturms an der Vauxhall Bridge in London. Das «National Museum» gibt einen Einblick in die Geschichte mit zahlreichen Exponaten wie historische Seekarten, Waffen und Musikinstrumente. Da die Bürokratie für den Coronatest etwas länger dauerte als geplant und das National Museum am Montag nur vormittags geöffnet hat, waren wir leider zu spät für eine Besichtigung. Ela hat das weniger ausgemacht als Seebi, denn so blieb mehr Zeit, erneut einen Stopp beim «Sir Selwyn Selwyn Clarke Market» einzulegen. Der einzige Hindu Tempel der Seychellen, der «Arul Mihu Vinayagar Vinayagar» fällt durch seine «kunterbunte» Fassade sofort ins Auge. Benannt wurde der Tempel nach dem Gott Vinayagar, welcher Sicherheit und Wohlstand bringen soll. Ja dann hoffen wir mal, dass sich der Besuch «auszahlen» wird. Das moderne, weisse «Bicentennial Monument» – welches in einem Kreisverkehr steht, besteht aus drei sichelförmigen, eng verbundenen Elementen, die für die drei Kontinente Afrika, Asien und Europa stehen. Die «Cathedral of Our Lady of» ist die grösste katholische Kirche auf den Seychellen und «La Domus» ist die imposante, majestätische Residenz der römisch-katholischen Priesterschaft. 1934 wurde es gebaut, um Schweizer Missionare zu beherbergen – die damals zur Diözese von Port Victoria gesandt wurden. Und so weiter und so fort. Es war sehr beindruckend – aber wir hatten uns noch ein Ziel gesetzt. Der «Police Bay» ganz im Süden der Insel Mahé wurde uns wärmstens empfohlen. Und so machten wir zwei «Gwondernasen» uns auf zum wilden Strand. Via dem «Petite Police Bay» gelangt man zu Fuss durch den Dschungel zum Police Bay. Das tönt jetzt sehr abenteuerlich – es handelt sich jedoch lediglich um ein paar Minuten Fussmarsch. Baden wird strengstens untersagt und da wir ja nicht lebensmüde sind, genossen wir die Zweisamkeit für ein paar Minuten am Strand und sogen den Wind und das Meeresrauschen auf. Wir wissen aber ehrlich gesagt gar nicht so recht, ob uns nicht der «Kleine» besser gefallen hat. So oder so hat uns der Abstecher ganz in den Süden Spass bereitet.


Orevwa · Au revoir · Goodbye!! | 22. Juni 2021

Leider hat alles ein Ende – und somit auch die Flitterwochen ohne Flitter. Nach 15 wundervollen Tagen hiess es erneut packen. Elas absoluter Horror. Das kommt gleich nach dem Corona-Test. Auch Hund Kevin spürte, dass eine Trennung bevor stand. Wir hatten natürlich auch auf Mahé einen treuen Freund. Ab dem ersten Tag begleitete uns der Vierbeiner stets. Wenn er vormittags nicht mit uns den Weg an den Strand unter die Pfoten nahm, dann spürte er uns – unser Versteck konnte noch so gut sein – auf, machte sich kurz bemerkbar und lies sich dann wieder von den anderen Touristen den lieben langen Tag durchfüttern. Irgendwie hat er einen Narr an uns gefressen. Er bewachte uns, als ob wir seine Herrchen wären. Entweder nächtigte er vor unserer Haustür oder auf dem Balkon. Da Kevin eine richtige Badenixe ist, sieht er durch das Salzwasser etwas struppig aus und somit hatte Seebi striktes «Streichel-Verbot». Ela setzte ein Ultimatum. Kevin oder sie! Man kann ja schliesslich auf den Seychellen nicht auf zwei Hochzeiten tanzen.

Wenn ihr das lest, sind wir bereits mitten im Geschehen in Istanbul. Somit hat Ela das Streichel-Rennen knapp vor Kevin gewonnen. In diesem Sinne «öpücük» und Dröööckerlis…

Ela & Seebi

5 Kommentare zu „Seychellen – top of the pops!!

  1. Liebe Ela, lieber Seebi

    Das sind sehr eindrückliche Erlebnisse und Fotos, die Ihr mir präsentiert.

    Geniesst weiterhin Eure Reise und bis auf bald.

    Freundliche Grüsse

    Roger E. Rölli

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  2. Herzlichen Dank für die tollen Bilder ! Gniessid`s und blibid gsond.

    Trudy und Schorsch Wicki vo de Altstadtgass 2 Soorsi

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