Nach einem sehr angenehmen Flug von Bangkok nach Colombo und der Fahrt ins Hotel «Regal Réseau Hotel & Spa» in Negombo, genossen wir abends unser erstes Curry. «Mampf», war das lecker. Um uns anzuklimatisieren und zu planen, gönnten wir uns einen Tag am Strand und dem Rooftop-Pool.
Beim Spaziergang am Strand «Browns Beach» kamen wir uns wie zwei kunterbunte Hunde vor. Gut – an dieser Stelle müssen wir vielleicht erwähnen, dass wir so ziemlich die einzigen Touristen waren, die sich dort aufhielten. Jeder wollte mit uns eine Bootstour machen, ein Tuch verkaufen oder ein bisschen anfassen. So als Kontrolle ob wir auch wirklich echt sind. *lach* Wir kamen uns wirklich so vor, als wären wir Stars. Eine Gruppe Jugendlicher, die sich gerade zu Rettungsschwimmern ausbilden liessen, waren geradezu aus dem «Häuschen». Selfie hier, Selfie dort. Also wenn uns jetzt jemand auf Tik Tok oder sonst einer Plattform findet – ja die zwei «Bleichen» sind wirklich wir.





Seebi konnte es nicht lassen – und er musste mal wieder zum Barber. Als er auf dem Plastikstuhl vor dem Salon wartete, bis er an der Reihe war – machte es «bäm» und die ganze Stadt war dunkel. Wer sich keinen Generator leisten kann – der verbringt täglich mehrere Stunden im Dunkeln. Aber die Sri Lanker wissen sich jedoch zu helfen. Einer hielt die Smartphone-Taschenlampe, der andere Schnitt dann mit der Schere an Seebi herum. Seebi bezahlte dann den Touristenpreis – umgerechnet Fr. 4.50 – und hatte dann wirklich einen sehr knackigen Kurzhaarschnitt.
Seebi on Tour mit zwei charmanten Damen
Dürfen wir vorstellen: Ruth. Unsere charmante, rote Begleiterin. Wir mieteten uns via tuktukrental.com ein Tuk Tuk – um auf eigene Faust eine Tour durch einen Teil Sri Lankas zu machen. Nebst einer extra «Führer-Lizenz», welche man online beantragen muss, erhält man ebenfalls eine zweistündige praktische Instruktion. Wirklich top organisiert. Auch wird man vorgängig via Videos aufgeklärt, was man soll, darf und kann – und auch, dass man mit dessen Miete Locals unterstütz. Die Fahrzeuge gehören Einheimischen und diese erhalten einen grossen Teil der Miete. Win-Win.
Morgens, bevor wir jedoch aufbrachen fragte uns der unterhaltsame Chef de Service, was wir heute vorhaben. Als wir ihm verkündeten, dass wir uns ein Tuk Tuk gemietet haben, konnte er sich vor Lachen kaum mehr halten. Das müsse er seiner Frau erzählen – das glaube er fast nicht.






Kandy | 14. Januar 2022
Unsere erste Fahrt führte uns nach Kandy – die grosse Stadt welche auf einer Hochebene inmitten von Bergen mit Teeplantagen und artenreichen Regenwäldern befindet. Auf der Fahrt dahin tauften wir unser Tuk Tuk Ruth. Warum Ruth? Ja weil sie Rot ist – und sehr «luut». Als wir in unserem Hotel zu «tuktukten» war reger Verkehr. Nicht dass die Stadt sonst schon sehr wuselig wäre, nein – es war auch noch ein Feiertag und alle Sri Lanker waren auf der Strasse. Unser Hotel befand sich mitten im Zentrum, einen Katzensprung neben dem sehr beliebten und idyllischen Kandy-See und dem buddhistischen heiligen Stätten berühmte Zahntempel. Den Rest könnt ihr euch wohl denken.





Als wir unser Hotel im zweiten Anlauf fanden, traute der Portier seinen Augen kaum und fragte drei Mal explizit nach, ob wir auch wirklich eine Buchung haben. Ruth musste jedoch zuerst in die zweite Reihe – er versicherte uns jedoch, dass sie, sobald es Platz hat, Ruth näher ans Hotel parkieren und gut zu ihr schauten. Seebi war so um Ruth besorgt, dass es ihr auch an nichts fehlte, dass er, ohne Scheiss – drei Mal vom Balkon aus nach ihr sah. Ela wurde fast ein bisschen eifersüchtig. *lach*

Beim Nachtessen auf der Dachterrasse sprach uns der Kellner an, ob wir die beiden mit dem Tuk Tuk seien. Er habe uns beobachtet und seinen Augen fast nicht getraut. Ja auch ihm haben wir einen zünftigen «Schmunzler» verpasst. Ruth fühlte sich wohl und am nächsten Morgen, nach einer kleinen Tour durch die Stadt, tuktukten wir weiter. Seebi, Ela und Ruth.
Ela in Ella | 16. + 17. Januar 2022
Der Weg nach «Ella» führte durch «Nuwara Eliya», eine Stadt inmitten hügeligen Teeplantagen in der Landesmitte der ehrenwerten Insel Sri Lanka. Natürlich besuchten wir auf dieser Strecke auch eine Teefabrik – die «Blue Field Tea Factory». Da Feiertag war, liefen die Maschinen zwar nicht – dafür konnte man sich mit der Dame, die uns sehr herzlich durch die Hallen führte, sehr gut unterhalten. Denn wenn die Maschinen laufen – ist es so was von laut. Wir übernachteten in einem schmucken Hotel mitten in den Teeplantagen. Elas Highlight waren jedoch die Äffchen – die man überall an der Strasse traf.
In Ella angekommen, waren wir zuerst etwas enttäuscht. Wir haben uns ein herzliches, schmuckes Dörfchen vorgestellt. Ella sieht aber so aus, wie alle anderen Dörfer und ist nicht besonders erwähnenswert hübsch in dem Sinne – jedoch die umliegende Natur macht es wieder wett.
Gleich nach der Ankunft besuchten wir die «Nine Arches Bridge», auch die «Bridge in the Sky» genannt. Die 24.5 Meter hohe Viaduktbrücke ist eine Augenweide – inmitten von grünem Dschungel und Teefeldern. Kein Wunder – zieht diese ganze Menschenschwärme an. Die Besonderheit aus der britischen Kolonialzeit ist, dass sie ausschliesslich aus Stein und Mörtel gebaut wurde. Also komplett ohne Eisen und Stahl.




Am darauffolgenden Morgen machten wir uns in der Früh auf Richtung «Ella Rock». Wir starteten bei der «Kital Ella Railway Station» und trafen ein Holländer-Paar mit ihrem kleinen Sohn – welche das gleiche Ziel hatten. So machten wir uns zu fünft auf – den Gipfel zu erklimmen. Der Aussichtspunkt liegt auf 900 M.ü.M. – und ist Aufgrund der Luftfeuchtigkeit doch etwas schweisstreibend. Der Weg führt teils durch hohes Schilf und macht den Trampelpfad etwas «tricky». Und auch die extra falsch drapierten Hinweisschilder sowie die Guides, welche einem bewusst auf eine irreführende Fährte führen wollen, helfen nicht sonderlich. Jedoch dank der heutigen Technik und ein bisschen gesundem Menschenverstand findet man den Gipfel. Oben angekommen geniesst man neben einem frischen Fruchtsaft eine wundervolle Aussicht.
Am Nachmittag ging es weiter Richtung Süden via der «Yala Road B35», diese führt einen kleine Part durch den gleichnamigen Nationalpark. Eine echte Elefantenstrasse. Ganz ehrlich, wir hatten schon ein bisschen «Muffensausen» beim Gedanken, mit unserer Ruth so nahe an den Dickhäutern vorbei zu flitzen – und natürlich auch eine gehörige Portion Respekt. Denn so knuffig wie sie aussehen, sind sie dann in Wirklichkeit doch nicht. Kaum so was wie das «Gate» passiert – stand schon die erste, graue Dame auf der Strasse. Diese schenkte uns jedoch nicht gross Beachtung. Ein paar Kilometer weiter, trafen wir erneut auf Elefanten. Diese verfressenen Dinger wissen ganz genau, wie das mit der Fütterung läuft. Die Busse halten und füttern die Rüsseltiere mit Bananen, Äpfeln und Erdnüssen. Was für ein Spektakel – und wir nur ein paar Meter davon entfernt. *Härzli-in-den-Augen*








Yala Nationalpark | 18. Januar 2022
Die Nacht verbrachten wir im «Richards Cabanas», dem für uns wirklich herzensliebsten Hostel, in welchem wir übernachteten.



Bereits um 05:00 Uhr wurden wir von einem Safari-Jeep abgeholt – und der junge, geschäftige Sri Lanker hatte uns schon einen super leckeren Picknick-Korb mit allem, was das Herz begehrt vorbereitet. Wir hatten den Driver für uns alleine und er war so bemüht, dass wir ja alles vor die Linse kriegten. Pfaue, Krokodile, Mungos, Wasserbüffel, Wildschweine, Weisskopfadler, Löffler, Störche, Elefanten und ja, wir hatten ein Heiden Glück und sahen sogar den Leopard – wenn auch nur für 5 Sekunden. Es war schlicht und ergreifend einfach top. Kein Wunder – ist der «Yala» einer der beliebtesten Nationalparks Sri Lankas.
Whale Watching in Mirissa | 19. Januar 2022
Als wir in Mirissa eigentlich unser gebuchtes Hotel ansteuerten – hatten diese plötzlich ein Problem und waren überbucht. Und das kam ihnen dann genau eine Stunde vor unserer Ankunft in den Sinn. Für den dreifachen Betrag hätten sie uns jedoch noch ein Zimmer mit Meerblick gehabt. Ja genau – nicht mal vielleicht und auf nimmer Wiedersehen. Das gute an der Geschichte war, dass wir dann im Hotel «Hangadegara» Unterschlupf fanden. Die Mama, welche uns begrüsste, glaubte ihren Augen kaum, als sie uns mit Ruth zu flitzen sah. Sie strahlte über beide backen und wollte Ela gar nicht mehr loslassen. Auch ihre Angestellten waren sehr wissbegierig und quetschten uns aus – zum einen über das Mieten eines Tuk Tuks bis zu, wie wir das in der Schweiz mit dem Abfall machen. Weil das ist hier auf Sri Lanka wirklich ein sehr grosses Problem. Leider.
Am Mittwoch-Morgen klingelte der Wecker wieder «schampar» früh. Diese Wale sind nämlich Frühaufsteher – oder so ähnlich. Mit der Crew von «Raja & the Wales» ging es raus in die Wellen und den rauen Indischen Ozean. Ja der hat es in sich. Es wurde uns auch geraten, vorgängig eine Tablette gegen die Übelkeit zu «schnausen». Wir wissen, dass wir nicht Seekrank sind, aber sicher ist sicher. Schliesslich kann es sonst eine sehr lange Fahrt werden. Ja es gab mehrere Passagiere, die für Fischfutter sorgten. *görbsli*
Vor allem Ela war sehr auf die Meeressäuger gespannt, da sie ja noch nie welche life zu Gesicht bekommen hat. Die Crew war sehr um das Wohl der Passagiere bemüht und wir wurden mit einem leckeren Frühstück, Kaffee und Wasser bei Laune gehalten. Sie haben uns jedoch von Anfang gesagt dass es sich halt beim Meer um kein Aquarium handelt. Und wir blieben erfolglos. Nebst zwei «schmüsseligen» Schildkröten sahen wir kein einziges Tier. Schade – aber so ist es halt mit der Natur.
Unawatuna | 20. – 24. Januar 2022
In «Unawatuna» angekommen war nach den drei spannenden, jedoch auch anstrengenden Tagen, etwas Ruhe auf dem Programm angesagt. Bewusst haben wir uns nun für ein etwas luxuriöseres Hotel entschieden – aber ja, das mit den Sternchen ist halt so eine Sache. Der tolle Sonnenuntergang und dass man vom Balkon aus Wasserschildkröten beim «Surfen» zuschauen konnte – machte schliesslich die kalte Dusche wieder wett.




Geplant war, dass wir mal wieder alle notwendigen Besorgungen machen. Wäsche waschen, Tauchschule suchen, Geld besorgen – halt alles so, was man von Zeit zu Zeit so machen muss. Ruth passte dass dann gar nicht und leider kam es zu einer Kollision mit einem Motorradfahrer. Ja unsere Ruth hatte danach einen kleinen Knick in der Büchse – und wir so das ganze «Rösslispiel» mit sämtlichen «Pipapo» am Hals. Wir verbrachten den halben Tag auf dem Polizeiposten. Und glaubt uns, das bleibt uns noch lange in Erinnerung. Mittlerweile können wir auch schon wieder darüber lachen. Und wir möchte an dieser Stelle erwähnen, es geht allen beteiligten Personen gut. Es ist niemand zu Schaden gekommen und es ist lediglich ein bisschen Blech. Und auch zu erwähnen, das Team von tuktukrental.com machte einen verdammt guten Job. Sorry für die Ausdrucksweise. Wir waren so dankbar und alles lief wie am Schnürchen.
Wir haben uns anschliessend bewusst dafür entschieden, die letzten zwei Etappen mit einem Shuttle zu bewältigen. Bei diesem geplanten Abschnitt ging es grundsätzlich nur noch darum, wieder Richtung Flughafen zu reisen und hatte mit «Fun» an sich nichts mehr am Hut. Und auch wollten wir tuktukrental.com keinen weiteren Mehraufwand bescheren. Wir würden jedoch immer wieder ein Tuk Tuk mieten und so die Insel bereisen. Es ist ein einmaliges Erlebnis – wir hatten «schampar» fest den Plausch.
Galle und Negombo | 24. – 28. Januar 2022
In «Galle» genossen wir erneut ein paar Tage am Pool und abends, ja da bevorzugten wir es, durch das Städtchen im «Fort Galle» zu flanieren. Kurz vor Sonnenuntergang ist die Atmosphäre dort besonders «schmuck» und romantisch. Wir sassen in einem gemütlichen, herzlichen Restaurant, als auf einmal unser Tischnachbar auf Mundart telefonierte. Natürlich kamen wir dann ins Gespräch und es stellt sich raus, dass er der ehemalige Chefkoch vom Schweizerheim in Sursee war. Ela war dort oftmals Gast und freut sich schon wieder auf einen Gaumenschmaus – schliesslich muss sie jetzt erst recht eine Qualitätsprüfung machen. *lach* Einen weiteren Boxenstopp war wieder in Negombo. Nicht weil es Lieblingsplatz war, sondern vielmehr, weil es der beste Ausgangspunkt ist für um an den Flughafen zu gelangen.
Am 28. Januar 2022 – genau 365 Tage nach unserem Aufbruch sollte unser Abenteuer Weltreise auch wieder enden – aber das blieb leider nur Ela vorenthalten. Seebi musste aufgrund von einem positiven Corona-Test eine Woche dranhängen. Glücklich und total erleichtert, und Hand aufs Herz – beidseits ein wenig erschöpft, konnten wir uns am 3. Februar 2022 wieder in die Arme schliessen.
Ganz bewusst haben wir unsere gemeinsame Zeit genossen. Die schönen Erinnerungen, die wundervollen Momente kann uns niemand mehr nehmen und genau an diesen werden wir noch lange «zerren»!


Und nun stecken wir mitten in der Umzugs-/ Aufbauphase. Ja – der ganz normale «Wahnsinn» hat uns wieder! *zwinker* Wir freuen uns jedoch sehr auf das Wiedersehen mit euch und unser neues «Heimetli» in Root.
Bis bald ihr Lieben,
huup-huup, Tuk Tuk – und viele tolle Dröööckerlis
Ela & Seebi
















































































Einen guten Start, Knuddel Vera
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Grossartig. Ein guter Beginn im kalten Helvetia.
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Schön seit ihr wieder gesund und munter in der Heimat angekommen. Ich werde eure interessanten Berichte vermissen und danke euch herzlich dafür! Es fühlte sich oftmals so an als wären wir Begleiter auf euren zahlreichen Abenteuer und Begebenheiten. Nun aber happy Anklimatisieren und Einleben in Root. Freuen uns auf ein Wiedersehen und sagen nur noch eins: See you Gys. The Metzger’s
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